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Niedersachsen & Bremen Beratungsstelle: Mehr Wohnungslose in Niedersachsen

Ein obdachloser Mann schiebt einen Einkaufswagen, samt Planen, Rucksack und Tasche durch die Stadt. Foto: Philipp Schulze/dpa/Archivbild

(Foto: Philipp Schulze/dpa/Archivbild)

Hannover (dpa/lni) - Die Zahl der Wohnungslosen in Niedersachsen ist nach Angaben der Zentralen Beratungsstelle (ZBS) in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. "Es kommen mehr Menschen in unsere Einrichtungen", sagte ZBS-Geschäftsführer Ulrich Friedrichs. In sogenannten Tagesaufenthalten können sich Menschen aufwärmen, essen oder duschen. Frauen machen laut Friedrichs mittlerweile ein Viertel der Besucher aus. Der Verlust der eigenen Wohnung habe häufig mehrere Ursachen, sagte der Experte von der Caritas Osnabrück, zum Beispiel die Trennung vom Partner, Krankheit, Jobverlust oder Überschuldung.

Bundesweit stieg die Zahl der Menschen ohne Wohnung im vergangenen Jahr auf geschätzte 678 000, wie die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Wohnungslosenhilfe mitteilte. Demnach finden vor allem anerkannte Asylbewerber keine eigene Bleibe. Etwa 41 000 Männer und Frauen lebten 2018 komplett auf der Straße.

In Niedersachsen gibt es laut Sozialministerium ein flächendeckendes Angebot von ambulanten Hilfen für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten, zu denen 54 Beratungsstellen, 34 Tagesaufenthalte und 1300 Plätze in stationären Einrichtungen zählen.

Mitteilung Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe

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