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Niedersachsen & Bremen Betrunken auf dem E-Scooter: 200 Fälle in Niedersachsen

Das Blaulicht an einem Einsatzwagen der Polizei. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

(Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa)

E-Scooter haben sich in Großstädten schnell als Alternative für Kurzstrecken etabliert. Doch immer wieder steigen die Fahrer auch dann auf die Roller, wenn sie getrunken haben.

Hannover (dpa/lni) - E-Scooter sind erst seit wenigen Monaten auf dem Markt, doch allein in Niedersachsen hat die Polizei schon rund 200 Alkoholfahrten auf Rollern gezählt. Der Schwerpunkt liegt dabei eindeutig auf der Landeshauptstadt Hannover: Dort stellte die Polizei von Juli bis Ende Oktober insgesamt 161 Fahrten unter Alkoholeinfluss fest. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage von drei Grünen-Abgeordneten im Landtag hervor.

Zusammen mit den Polizeidirektionen Braunschweig, Göttingen, Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück lag die Zahl der Alkoholfahrten dieses Jahr bei 195. Und das, obwohl es laut Polizei bisher nur in Hannover und Hildesheim Unternehmen gibt, die E-Scooter zum Verleih im öffentlichen Straßenverkehr anbieten.

Immer wieder kommt es den Angaben zufolge auch zu Unfällen mit E-Scootern: Landesweit wurden bisher 30 Unfälle gezählt, bei 6 davon war mindestens ein Beteiligter betrunken. Die Vorfälle müssen seit Mitte Juni in der Verkehrsunfallstatistik erfasst werden.

Am Montagabend wurde ein E-Scooter-Fahrer im Landkreis Hildesheim mit 2,0 Promille erwischt. Der Mann sei bei Bad Salzdetfurth mit mehr als 20 km/h in Schlangenlinien auf dem Geh- und Radweg gefahren, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Bei der Kontrolle konnte der 27-Jährige nicht den bei diesem Tempo erforderlichen Führerschein vorweisen. Am Roller fehlte zudem das Kennzeichen der Versicherung. Der E-Scooter wurde daraufhin beschlagnahmt. Seinem Besitzer drohen nun Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr, Fahrens ohne Führerschein und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.

Antwort der Landesregierung (pdf)

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