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Niedersachsen & Bremen Bremens CDU-Chef gegen Kanzlerkandidatur-Urwahl

Carsten Meyer-Heder, Vorsitzender der Bremer CDU. Foto: Carmen Jaspersen/dpa/Archivbild

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Bremen (dpa/lni) - Bremens CDU-Landesvorsitzender Carsten Meyer-Heder hält eine Mitgliederbefragung oder gar verbindliche Urwahl zur Kanzlerkandidatur für falsch und kontraproduktiv. "Ich möchte auf keinen Fall, dass wir das machen. Man beschäftigt sich damit wieder nur mit sich selbst", sagte Meyer-Heder der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf entsprechende Anträge für den am Freitag in Leipzig beginnenden CDU-Parteitag.

Meyer-Heder, der selbst Spitzenkandidat bei der Bürgerschaftswahl in Bremen 2019 war, betonte, beim "politischen Marktbegleiter" SPD zeige sich der große Aufwand, den Mitgliederentscheide mit sich brächten. "Das halte ich für falsch und kontraproduktiv. Wir haben das Delegiertensystem, sonst könnten wir ja jeden per Urabstimmung wählen lassen."

Für nicht sinnvoll hält Meyer-Heder, Gründer des Softwareunternehmens team neusta, einen Ausschluss des chinesischen Konzerns Huawei vom Ausbau des 5G-Netzes in Deutschland. Zwar müsse man genau hinschauen, welche Technik eingesetzt werde und wie diese vernetzt sei mit dem Konzern und damit auch mit der chinesischen Regierung, warnte Meyer-Heder. "Aber wir brauchen 5G, und es gibt wenig Alternativen zu Huawei."

Huawei investiere jährlich von einem Umsatz von rund 100 Milliarden Euro ein Viertel in Forschung und Entwicklung. "Und das ist nur ein Konzern in China. Da bekommt man eine Vorstellung, was in China in die Zukunft investiert wird und wie weit wir da hinterher sind. Das macht mir Sorgen." Auf dem zweitägigen CDU-Bundesparteitag liegt auch ein Antrag vor, der den Ausschluss von Huawei zum Ziel hat.

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