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Niedersachsen & Bremen Bremerhaven hat bundesweit zweithöchste Inzidenz

Eine medizinische Mitarbeiterin hält einen Tupfer in der Hand. Foto: Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbild

(Foto: Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbild)

Woher kommt es, dass es in manchen Städten sehr viele Corona-Neuinfektionen gibt? Bremerhaven und Salzgitter sehen einen Grund in Auslandsreisen.

Bremerhaven/Salzgitter (dpa/lni) - Die bundesweit zweithöchste Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen hat derzeit die Stadt Bremerhaven. Nach den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) lag der Wert am Dienstag bei 227,2 - so viele Infektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Einen höheren Wert hatte nur die Stadt Leverkusen mit 245,9. Die höchste Inzidenz in Niedersachsen hatten die Städte Delmenhorst (156,1) und Salzgitter (145,4). Für ganz Niedersachsen lag der Wert bei 71,2.

Die Stadt Bremerhaven sieht Reiserückkehrer als einen wesentlichen Grund für die hohen Fallzahlen der Stadt im Bundesland Bremen. "Wir gehen davon aus, dass die Hälfte der Infizierten sich im Ausland mit Corona angesteckt hat", sagte der Stadtsprecher. Bei Corona-Tests im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit sei die Infektion dann aufgefallen.

Derzeit gebe es in einem Betrieb in Bremerhaven eine hohe Zahl an Infektionen. Die Hygieneregeln während der Arbeitszeit seien streng, doch während der Freizeit hätten die Beschäftigten viele Kontakte - auch weil einige in Sammelunterkünften lebten. Die Lage in den Krankenhäusern sei zum Glück relativ entspannt.

Auch in Salzgitter sind viele Corona-Fälle auf Auslandsreisen zurückzuführen. Mehr als 40 Prozent der Infizierten seien Reiserückkehrer, sagte die Stadtsprecherin. Weitere 20 Prozent seien enge Kontaktpersonen der Reiserückkehrer, die bereits in Quarantäne waren, als die Infektion entdeckt wurde. Viele andere haben ihre Infektion demnach über einen Schnelltest entdeckt, den sie zum Beispiel vor einem Besuch im Restaurant oder Kino machten. "Hier wird recht umfangreich getestet", sagte sie. In den beiden Krankenhäusern des Stadtgebiets seien derzeit nur wenige Corona-Patienten. Daher sei die Lage nicht besorgniserregend.

© dpa-infocom, dpa:210907-99-126144/2

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