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Niedersachsen & Bremen Bündnis: Widerstand gegen Reform der Notfallversorgung

Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, spricht bei einer öffentlichen Podiumsdiskussion. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

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Hannover (dpa/lni) - In Niedersachsen formiert sich der Widerstand gegen die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geplante Reform der Notfallversorgung. Im September wurde das Bündnis "Rettet die 112 und den Rettungsdienst" gegründet - heute treffen sich die Bündnismitglieder in Hannover erstmals. Mitglieder sind nach Angaben des Landkreistags praktisch alle niedersächsischen Landkreise und die Region Hannover, aber auch das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfallhilfe, der Arbeiter-Samariter-Bund und der Malteser-Hilfsdienst.

Hintergrund sind die von Spahn vorgelegten Reformpläne. Vorgesehen ist demnach ein gemeinsames telefonisches Leitsystem, für das die Rettungsleitstellen mit der Notrufnummer 112 und der ärztliche Bereitschaftsdienst mit der Nummer 116 117 zusammenarbeiten sollen. Zudem sollen in Kliniken zentrale Anlaufstellen je nach Dringlichkeit des Anliegens über die passende Behandlung entscheiden. Anders als zunächst geplant sollen die Länder die Zuständigkeit für die Organisation des Rettungsdienstes behalten.

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