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Niedersachsen & Bremen Bundestagswahl und Stichwahlen: Niedersachsen stimmen ab

Ein Mann wirft seinen Stimmzettel für die Bundestagswahl in eine Urne. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild)

Viele Menschen in Niedersachsen dürfen am Sonntag mehr Kreuze machen als andernorts in Deutschland. Sie entscheiden nicht nur über die neue Machtverteilung im Bundestag, sondern auch über die Führungsspitze in etlichen Städten und Gemeinden.

Hannover (dpa/lni) - Zwei Wochen nach den Kommunalwahlen sind an diesem Sonntag erneut sechs Millionen Niedersachsen zur Wahl aufgerufen. Sie können nicht nur über die neue Machtverteilung im Bundestag entscheiden, sondern bei Stichwahlen auch über die Führungsspitze in etlichen Städten und Gemeinden in Niedersachsen.

In acht großen niedersächsischen Städten wird am Sonntag darüber entschieden, wer neuer Oberbürgermeister wird: In Braunschweig, Osnabrück, Oldenburg, Lüneburg, Göttingen, Goslar, Wolfsburg und Delmenhorst. In der Region Hannover wird über das Amt des Regionspräsidenten und in den Kreisen Peine, Göttingen, Hildesheim, Gifhorn, Helmstedt, Lüchow-Dannenberg und Wesermarsch über neue Landräte entschieden.

Zur Bundestagswahl treten in Niedersachsen 21 Parteien und 21 Einzelbewerber an. Insgesamt stehen 527 Kandidaten zur Wahl - davon sind 177 weiblich. Ihr Durchschnittsalter beträgt 47 Jahre. Der jüngste Bewerber ist 18 Jahre und der älteste 77 Jahre alt.

Bei der Bundestagswahl 2017 lag die Wahlbeteiligung bei 76,4 Prozent. 34,9 Prozent der Wähler in Niedersachsen gaben damals der CDU ihre Zweitstimme, die SPD kam auf 27,4 Prozent. Dahinter lag die FDP mit 9,3 Prozent der Zweitstimmen, die AfD mit 9,1, die Grünen mit 8,7 und die Linke mit 7,0.

Nach vereinzelt längeren Wartezeiten in den Wahllokalen bei der Kommunalwahl wollen mehrere Städte in Niedersachsen zur Bundestagswahl nachbessern. So sollen etwa mehr Wahlkabinen aufgestellt werden. Zum Einsatz kommen erneut rund 75.000 Wahlhelfer, um die Wahlorganisation ehrenamtlich zu unterstützen.

Die Landesliste der CDU für die Bundestagswahl führt der Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt aus Burgwedel an, der seit 2018 Staatsminister im Kanzleramt ist. Der amtierende JU-Vorsitzende Tilman Kuban ist auf Platz 7 der Liste zu finden. Die SPD setzt auf Bundesarbeitsminister und Vize-Parteichef Hubertus Heil an der Spitze. Der SPD-Generalsekretär und Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil steht auf Platz 5.

Die niedersächsischen Grünen ziehen mit einem Spitzenduo aus den Bundestagsabgeordneten Filiz Polat und Sven-Christian Kindler in den Bundestagswahlkampf. Niedersachsens FDP schickt erneut den Bundestagsabgeordneten und FDP-Fraktionsvize Christian Dürr auf Platz 1 ins Rennen. Die Liste der Linken wird von Linken-Co-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali angeführt. Bei der AfD hat sich Joachim Wundrak den Spitzenplatz gesichert.

Im Bundesland Bremen dürfen am Sonntag rund 500.000 Menschen über die neue Machtverteilung im Bundestag entscheiden. 2017 lag die Wahlbeteiligung hier bei knapp 71 Prozent. Die erfolgreichste Partei bei Erst- und Zweitstimmen war damals die SPD, gefolgt von der CDU, der Linkspartei und den Grünen. Bei den Zweitstimmen lag die SPD bei 26,8 Prozent, die CDU bei 25,1 Prozent.

Über die Erststimmen in den beiden Bremer Wahlkreisen zogen damals die SPD-Kandidaten Uwe Schmidt (34 Prozent) und Sarah Ryglewski (30 Prozent) in den Bundestag ein. Beide treten erneut an. Spitzenkandidat der Bremer CDU ist in diesem Jahr der Fraktionschef Thomas Röwekamp. Direktkandidatin für den zweiten Wahlkreis im Land Bremen ist Wiebke Winter, die jüngst als Klima-Expertin im Team des Unionskanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU) auftrat.

© dpa-infocom, dpa:210925-99-357502/3

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