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Niedersachsen & Bremen Bundeswehr- und Katastrophenschutz-Übung gegen Tierseuchen

Autos fahren durch eine Dekontaminationsschleuse im Landkreis Leer.

(Foto: Sina Schuldt/dpa)

Leer (dpa/lni) - Bei einer großangelegten Übung haben Kräfte des Katastrophenschutzes und der Bundeswehr im ostfriesischen Landkreis Leer gemeinsam die Bekämpfung von Tierseuchen trainiert. Bei der Übung wurde der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche simuliert, wie ein Landkreissprecher am Mittwoch sagte. Dafür wurde auf dem Gelände der Evenburg-Kaserne in Leer ein Logistikzentrum mit Zelten und eine Dekontaminationsschleuse aufgebaut.

In der Übung sei die Kommunikation und die Zusammenarbeit von Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk (THW), den Kreisveterinären und den niedergelassenen Tierärzten für den Ernstfall geprobt worden, sagte der Landkreissprecher. Zudem beteiligten sich Kräfte des Kommandos Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst, das in Leer stationiert ist.

Um gemeinsam gegen Tierseuchen vorzugehen, hatten der Landkreis und die Bundeswehr bereits 2019 eine zivil-militärische Zusammenarbeit vereinbart - die Übung nun war die erste größere gemeinsame Probe. "Wir sind als Landkreis sehr froh, dass sich die Bundeswehr so offen zeigt für eine Zusammenarbeit", sagte der Landkreissprecher.

Bei der Simulation mussten Veterinäre Proben von betroffenen Höfen aus dem Kreisgebiet zu dem mobilen Logistikzentrum transportieren. In der Dekontaminationsschleuse wurden Fahrzeuge aufwendig gereinigt. Nach der Datenerfassung würden die Proben dann im Ernstfall an die zuständigen Forschungsinstitute weitergeleitet werden, hieß es.

Die Übung wird am Donnerstag fortgesetzt. Eine Bilanz steht nach Angaben des Kreises noch aus.

Quelle: dpa

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