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Niedersachsen & Bremen Chemiewaffen-Altlasten in der Heide werden weiter untersucht

Das Firmengebäude der GEKA in Munster. Foto: Philipp Schulze/Archiv

(Foto: Philipp Schulze/dpa)

Munster (dpa/lni) - Mehr als zwei Jahre nach dem Fund von Resten chemischer Kampfstoffe im Grundwasser bei Munster soll der zugeschüttete Dethlinger Teich geöffnet werden. Experten wollen so die Gefährlichkeit der darin einst entsorgten Altlasten feststellen. Ein entsprechender Vertrag wurde zwischen dem Heidekreis und der bundeseigenen Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten (Geka) in Munster unterzeichnet, wie die "Böhme-Zeitung" (Dienstag) berichtete.

"Die Vorbereitungen für eine Öffnung ab Mitte September laufen auf Hochtouren", sagte Kreissprecher Andreas Pütz am Dienstag. "Die gesamte Sanierung wird noch Jahre dauern und dürfte mindestens 50 Millionen Euro kosten." Bei Grundwasseruntersuchungen waren die Reste von chemischen Kampfstoffen gefunden worden, darunter Abbauprodukte von Lost, also Senfgas. Bis zu 2183 Mikrogramm pro Liter wurden nachgewiesen, wie der Kreis vor rund zwei Jahren mitteilte. Nach 1945 waren in dem Teich jahrelang Munitionsvorräte der Wehrmacht und andere Funde versenkt worden, 1952 wurde er zugeschüttet.

Heidekreis zu den Altlasten im Dethlinger Teich

Umweltbundesamt zur Bodenbelastung

Geka-Homepage

OPCW zur Geschichte von C-Waffen (englisch)

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