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Niedersachsen & Bremen Drei Verletzte bei Brand in Seniorenwohnheim

Feuerwehrleute löschen einen Brand in einer Seniorenwohnanlage. 28 Bewohner wurden am frühen Donnerstagmorgen aus dem Gebäude gerettet, wie die Feuerwehr mitteilte. Eine Person sei verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Foto: Geoffrey May/dpa

(Foto: Geoffrey May/dpa)

Mitten in der Nacht brennt an einem Seniorenwohnheim ein Müllcontainer, die Flammen breiten sich rasch auf das Dach aus. Nicht alle Bewohner können sich selbst retten - ein Problem für die Einsatzkräfte.

Sarstedt (dpa/lni) - Bei einem Feuer in einem Seniorenwohnheim in Sarstedt bei Hildesheim sind am Donnerstag drei Menschen leicht verletzt worden. Zwei Frauen (57 und 82 Jahre) und ein Mann (86) kamen mit Rauchvergiftungen und leichten Brandverletzungen in ein Krankenhaus, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die restlichen 60 Bewohnerinnen und Bewohner wurden nach Angaben eines Feuerwehrsprechers zunächst in einem Schulzentrum betreut.

Gegen vier Uhr morgens hörte ein Nachbar einen Knall, entdeckte einen brennenden Müllcontainer neben dem Heim und rief die Feuerwehr, wie die Polizeisprecherin sagte. Die Flammen griffen demnach sehr schnell über die Fassade auf das Dach über. Knapp 250 Einsatzkräfte rückten an, evakuierten das Heim und angrenzende Häuser. Die Maßnahme sei schwierig gewesen. Manche der Bewohner seien bettlägerig, andere hätten auf rollbaren Stühlen aus dem Gebäude auf den Fußweg geschoben werden müssen, sagte ein Feuerwehrsprecher. "Die Situation war ein bisschen gespenstig, als wir hier ankamen."

Am Morgen löschten die Feuerwehrkräfte noch letzte Brandnester im Dachgeschoss. "Die oberste Etage ist ganz hin, und darunter muss man erst mal gucken", sagte der Feuerwehrsprecher. Das Technische Hilfswerk wolle ein Giebelstück einreißen, das umzufallen drohe. Die Feuerwehr habe eine Drohne über das Gebäude fliegen lassen, das Dach sei zerstört worden.

Am Mittag sei das Feuer gelöscht gewesen, sagte die Polizeisprecherin. Einsatzkräfte der Feuerwehr kontrollierten das Gebäude noch auf Glutnester. Vor Ort waren auch Brandermittler und Spurentechniker.

Bewohnbar sei das Heim vorerst nicht. Nach Angaben der Stadt will der Betreiber die Bewohnerinnen und Bewohner auf andere Einrichtungen verteilen. Sollte das nicht gelingen, habe die Stadt ihre Hilfe angeboten, sagte eine Sprecherin.

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