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Niedersachsen & Bremen Evakuierung wegen Bombenverdachts in Göttingen

Ein Sprengmeister trägt Dienstkleidung mit der Aufschrift

(Foto: Swen Pförtner/dpa)

Göttingen (dpa/lni) - Wegen eines Bombenverdachts sind rund 14 000 Menschen in Göttingen seit dem frühen Samstagmorgen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. "Bisher läuft alles sehr gut und ruhig ab", sagte Stadtsprecher Dominik Kimyon am Samstag. Auch der Bahnhof wurde am Morgen evakuiert. Fernverkehrszüge fahren ohne Halt durch Göttingen. Ab 11.00 Uhr sollen dann keine Züge mehr durch die Stadt fahren. Über dem Sperrbereich gilt bis zum Abend ein Flugverbot.

Die Metronom-Verbindung zwischen Hannover und Göttingen endet in der Evakuierungszeit in Nörten-Hardenberg. Die Züge der Nordwestbahn zwischen Göttingen und Adelebsen werden durch Busse ersetzt.

Evakuiert wird ein Bereich 1000 Meter um den Fundort. Der Zeitplan werde derzeit eingehalten, sagte der Stadtsprecher. Viele nutzten bei dem Wetter die Zeit für einen Bummel in der Innenstadt oder für Ausflüge.

In einer Gesamtschule sowie in der Mensa der Uniklinik können die Betroffenen während der Arbeiten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes ausharren. Für Menschen mit Haustieren ist dort außerdem ein großes Zelt aufgestellt.

Das verdächtige Objekt wurde in der vergangenen Woche bei Bauarbeiten gefunden. Der Kampfmittelräumdienst geht davon aus, dass es sich um einen Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Wenn sich der Verdacht bestätigt, kann der Kampfmittelbeseitigungsdienst erst im Laufe der Untersuchung entscheiden, ob die Bombe entschärft werden kann oder gesprengt werden muss. Die Experten können mit ihren Arbeiten beginnen, wenn die Evakuierung abgeschlossen ist.

Verkehrsmeldungen der Deutschen Bahn

Mitteilung Metronom

Mitteilung Cantus für Kassel-Göttingen

Liveticker der Stadt Göttingen zur Entschärfung

Mitteilung NordWestBahn

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