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Niedersachsen & Bremen Experte: Rathaus-Affäre wird SPD bei EU-Wahl Stimmen kosten

Stefan Schostok (SPD), Hannovers zurückgetretener Oberbürgermeister. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Hannover (dpa/lni) - Die Affäre um Hannovers zurückgetretenen Oberbürgermeister Stefan Schostok wird nach Ansicht eines Experten bei der Europawahl für die SPD negative Folgen haben. "Verfilzung in einer dauerhaft sozialdemokratisch regierten Großstadt - das ist ein Reizthema für viele Wähler", sagte der Hamburger Parteiforscher Elmar Wiesendahl. Zumindest in der Landeshauptstadt werde das die SPD Stimmen kosten.

Schostok war zurückgetreten, nachdem die Staatsanwaltschaft Hannover Anklage gegen ihn wegen schwerer Untreue erhoben hatte. Der SPD-Politiker soll gewusst haben, dass zwei Spitzenbeamte in Hannover Gehaltszulagen erhielten, die unzulässig waren.

Nach Ansicht von Parteienforscher Wiesendahl spielt die Bewertung der Landespolitik für die Wähler in Niedersachsen dagegen keine Rolle bei der Entscheidung, wo sie am 26. Mai ihr Kreuz machen. Im Vergleich zur Landtagswahl 2017 werde die SPD Verluste hinnehmen müssen. "Es gibt einen negativen Großwettersog, der die Partei nach unten zieht. Die von Weil vorangebrachte Landespolitik spielt da keine Rolle - weder positiv noch negativ."

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