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Niedersachsen & Bremen Fässer mit Atommüll aus Zwischenlager Leese abtransportiert

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Hannover (dpa/lni) - Aus dem Zwischenlager Leese im Landkreis Nienburg sind die ersten 26 Fässer mit schwachradioaktiven Abfällen abtransportiert worden. Sie sollen nachbehandelt und in für das zukünftige Endlager Konrad zugelassene Container verpackt werden, wie das niedersächsische Umweltministerium am Freitag mitteilte. Diese Arbeiten übernehme die GNS Gesellschaft für Nuklear-Service in ihrer Betriebsstätte in Jülich in Nordrhein-Westfalen. Die Abfälle stammen aus der Medizin, der Forschung und aus gewerblichen Betrieben und wurden in den 1980er und 1990er Jahren in der ehemaligen Landessammelstelle Steyerberg angenommen, nach deren Schließung wanderte der Müll in das Zwischenlager Leese. Das Endlager Konrad in Salzgitter soll im Jahr 2027 in Betrieb gehen.

Nach Angaben des Umweltministeriums wird das Innere der Fässer stichprobenartig überprüft. Insgesamt seien es 1484 Fässer, die nach und nach aus Leese abtransportiert werden sollen. Auch ihre Transportfähigkeit werde getestet. So seien vier Fässer wegen eines leicht erhöhten Innendrucks zunächst im Zwischenlager geblieben.

Zudem wurde vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) eine Gamma-Ortsdosisleistungs-Sonde aufgestellt. Sie liefert Online-Messwerte zur Strahlenbelastung. Diese zusätzlichen Messungen gehen laut Ministerium über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und dienen während der Auslagerung der Fässer der Information der Bevölkerung.

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