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Niedersachsen & Bremen Familie auf Langeoog kämpft weiter für schärfere Klimaziele

Eine Frau trägt bei der Fridays for Future Demonstration ein Schild mit der Aufschrift

(Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa)

Langeoog (dpa/lni) - Für mehr Klimaschutz sind am Freitag auch Bewohner der ostfriesischen Inseln auf die Straße gegangen. Allein auf Langeoog zählten die Veranstalter rund 200 Teilnehmer. Unter ihnen war auch Maike Recktenwald, die 2018 mit ihrer Klage für schärfere Klimaziele vor dem EU-Gericht gescheitert war. Ihre Familie wohnt seit vier Generationen auf Langeoog und besitzt dort eine Gaststätte.

Recktenwald sieht ihre Heimat und den Familienbetrieb durch den steigenden Meeresspiegel bedroht. Sie werde nach der Abweisung der Klage durch die Luxemburger Richter nicht aufgeben, sagte sie am Freitag der dpa. "Wir haben Rechtsmittel eingelegt und hoffen in sechs bis acht Wochen auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) über eine neue Verhandlung."

Insgesamt zehn Familien aus der EU, Kenia und Fidschi hatten vor einem Jahr wegen direkter Betroffenheit durch den Klimawandel gegen das Europäische Parlament und den Rat der EU-Länder geklagt. Das EU-Ziel, bis 2030 die Treibhausgase um 40 Prozent unter den Wert von 1990 zu drücken, reiche als Schutz vor den Risiken nicht aus, argumentierten sie. Sie wurden von Germanwatch und anderen Umweltverbänden unterstützt.

Greenpeace-Seite zur Klimaklage

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