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Niedersachsen & Bremen Fan-Kritik: Präsidentschafts-Favorit tritt nicht an

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Braunschweig (dpa/lni) - Die Woche des Niedersachsen-Derbys gegen Hannover 96 wird bei Eintracht Braunschweig von einem Streit über die künftige Führung des Fußball-Zweitligisten überlagert. Nach massiver Kritik aus Fankreisen kündigte der als Favorit gehandelte Unternehmer Helmut Streiff an, bei der Mitgliederversammlung am 13. November nicht für das Präsidentenamt zu kandidieren. Das berichtet die "Braunschweiger Zeitung" (Mittwoch) und zitiert dabei aus einem entsprechenden Brief des 71-Jährigen.

Der Präsident der Industrie- und Handelskammer Braunschweig hatte sich zur Vorbereitung seiner Kandidatur mit Fanvertretern getroffen. Berichten der "Braunschweiger Zeitung" und des Fan-Bündnisses "Initiative Eintracht" zufolge brachte Streiff in diesem Gespräch unter anderem "Synergie-Effekte mit Hannover 96 und - primär - dem VfL Wolfsburg" ins Gespräch, was die Anhänger mit dem Verweis auf die Rivalität zu beiden Nachbarclubs strikt ablehnen. Nachdem am vergangenen Samstag beim Heimspiel gegen Holstein auch ein Plakat mit der Aufschrift "Fiedler raus - Streiff verhindern" im Stadion zu sehen war, entschloss sich der Unternehmer zu einem Rückzug.

Die Eintracht sucht einen Nachfolger für den im Juli nach mehr als zwölf Jahren im Amt zurückgetretenen Langzeitpräsidenten Sebastian Ebel. Der TUI-Manager stand an der Spitze des eingetragenen Vereins und des Aufsichtsrats der ausgegliederten Profifußball-Gesellschaft. Vor allem der aktuelle Aufsichtsrats-Chef Frank Fiedler galt als Befürworter eines künftigen Präsidenten Streiff.

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