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Niedersachsen & Bremen Feuerwehren müssen lange auf neue Einsatzfahrzeuge warten

Ein Feuerwehrfahrzeug bei einem Einsatz im Peiner Stadtteil Stederdorf.

(Foto: Ralf Büchler/dpa/Archivbild)

Durch die Corona-Krise und den Krieg in der Ukraine kommt es immer wieder zu Verzögerungen bei den Fahrzeugherstellern. Das betrifft auch die Auslieferung neuer Feuerwehrautos. Manche Wehren warten momentan Jahre.

Hannover (dpa/lni) - Die Feuerwehren in Niedersachsen müssen wegen Lieferproblemen bei den Herstellern momentan oft lange auf neue Einsatzfahrzeuge warten. "Die Situation in Niedersachsen ist wie in ganz Deutschland schlimm", sagte Bernd Fischer vom Landesfeuerwehrverband Niedersachsen. Die Verzögerungen beobachte er seit Mitte des Jahres 2020, kurz nach dem Ausbruch der Corona-Krise.

Der Ukraine-Krieg habe die Situation am Anfang des Jahres noch einmal verschärft, so Fischer. Materialengpässe würden momentan zu Lieferzeiten von bis zu 14 Monaten allein bei den Fahrgestellen führen. Vor der Corona-Krise waren es im Durchschnitt drei Monate. Erst nach deren Auslieferung könne der bei jedem Fahrzeug individuelle Sonderaufbau mit allen feuerwehrtechnischen Ausstattungen wie Pumpen und Gerätefächern erfolgen, was noch einmal bis zu einem Jahr dauern könne.

"Viele Feuerwehren müssen so momentan mit veraltetem Gerät arbeiten," sagte Fischer. Die Nutzungsdauer von Fahrzeugen ist in den niedersächsischen Kommunen unterschiedlich. Meist bleiben sie allerdings deutlich länger als 20 Jahre im Einsatz. Die Lieferschwierigkeiten betreffen alle Arten von Feuerwehrfahrzeugen, besonders seien jedoch die größeren und technisch anspruchsvolleren Löschfahrzeuge und Drehleitern betroffen.

Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren in Niedersachsen sehe er allerdings nicht gefährdet. Die meisten Fahrzeuge und Geräte seien gut gepflegt. Vielmehr sei es vielerorts ein Geldproblem, weil ältere Fahrzeuge länger instandgesetzt werden müssen und die Preise ihrer Nachfolger immer weiter steigen. Bei der Berufsfeuerwehr sieht die Situation etwas entspannter aus als bei den Freiwilligen Feuerwehren. Dort werden Fahrzeugbeschaffungen langfristiger geplant.

Quelle: dpa

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