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Niedersachsen & Bremen Frauen zum Suizid gedrängt?: Prozess wegen Corona geplatzt

Der Eingangsbereich des Landgerichts in Limburg. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

(Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild)

Limburg (dpa/lni) - Der Mordprozess gegen einen Angeklagten, der Frauen zum Suizid gedrängt haben soll, wird coronabedingt nicht weiterverhandelt. Die zuständige Kammer habe das Verfahren unter anderem um einen Fall in Bremen aus dem Jahr 2016 ausgesetzt, teilte ein Sprecher des Landgerichts Limburg (Hessen) am Dienstag mit. Grund dafür seien "bereits jetzt eingetretene Terminschwierigkeiten wegen der bestehenden Corona-Pandemie". Der Prozess soll voraussichtlich im Mai 2021 neu angesetzt werden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 61 Jahre alten Angeklagten Mord, versuchten Mord sowie Verabredung zum Mord vor. Der Deutsche soll psychisch labile Frauen zum Suizid gedrängt oder dies versucht haben. Der Mann hatte laut Anklage drei Frauen aus Bayern und Bremen per Chat oder Telefon manipuliert, damit sie sich selbst töten oder dies ihm überlassen. Eine Frau beging demnach tatsächlich Suizid. Motiv des Angeklagten soll die Befriedigung seiner "sexuell motivierten Tötungsfantasien" gewesen sein.

Im Verlauf des Anfang Oktober begonnenen Prozesses hatte die Verteidigung des 61-Jährigen die Tatvorwürfe zurückgewiesen. Der Angeklagte stammt aus dem Bezirk der Limburger Staatsanwaltschaft. Wegen eines ähnlichen Vorwurfs war er 2017 zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

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