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Niedersachsen & Bremen Fridays For Future demonstriert in Niedersachsen und Bremen

Eine Weltkugel mit Thermometer ist während des globalen Klimastreiks der Klimaschutzbewegung Fridays for Future aufgebaut. Foto: Peter Steffen/dpa/Aktuell

(Foto: Peter Steffen/dpa/Aktuell)

Seit dem Ausbruch der Corona-Krise versammelten sich deutschlandweit erstmals mehrere hunderte Demonstranten der Klimaschutzbewegung. Auch in Hannover gab es Proteste.

Hannover (dpa/lni) - Anhänger der Klimaschutzbewegung Fridays for Future sind in Niedersachsen und Bremen erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in größerer Zahl auf die Straße gegangen. In Hannover versammelten sich unter dem Motto "Kein Grad weiter" nach Angaben der Polizei rund 3000 Unterstützer der Bewegung. An acht verschiedenen Orten gab es Zusammenkünfte - ursprünglich hatten die Veranstalter 20 000 Teilnehmer angemeldet.

Der Cityring war für mehrere Stunden gesperrt, schon Tage vor der Demonstration hatte die Polizei mitgeteilt, dass mit Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen sei. An einem Treffpunkt hatte das Organisationsteam von Fridays for Future auf der gesperrten Straße markiert, wo sich die Demonstrationsteilnehmer unter Einhaltung der Abstandsregeln hinsetzen konnten. Außerdem gab es eine Maskenpflicht. Die Hygieneregeln wurden nach Polizeiangaben weitgehend eingehalten.

Der Oberbürgermeister der niedersächsischen Landeshauptstadt, Belit Onay (Grüne), zeigte sich auf der Bühne vor dem Neuen Rathaus und sicherte den Demonstranten seine Unterstützung zu. Auch die rot-schwarze Landesregierung stellte sich hinter die Anliegen der jungen Klimaschützer: "Sie haben gute Gründe dafür, auf die Straße zu gehen", sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Freitag. Aktuell habe die Landesregierung rund eine Milliarde Euro für Maßnahmen des Klimaschutzes vorgesehen.

Demonstrationen gab es am Freitag auch in Bremen, Oldenburg, Braunschweig und Göttingen. Fridays for Future zufolge sind weltweit mehr als 3000 "Klimastreiks" registriert, allein in Deutschland waren demnach an diesem Freitag mehr als 400 Demonstrationen geplant.

In Bremen waren es rund 2700 Teilnehmer. Auch hier gab es mehrere Aufzüge, die sich am Ende an einem Ort für die finale Kundgebung versammelten, wie die Polizei Bremen mitteilte. Die Demonstration verlief nach Angaben der Beamten friedlich. In Göttingen versammelten sich ebenfalls etwa 2000 bis 2500 Menschen.

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