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Niedersachsen & Bremen Friesenfähre ausgelastet: Motorschaden stoppt Pendelverkehr

Rolf Hüser von der Betreibergesellschaft der Friesenfähre, steht auf einer kleinen Personenfähre. Foto: -/Eberhard Lüpkes/dpa

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Nach einer ersten Panne im Vorjahr lief die neue Saison gut für die kleine Friesenfähre an der Ems. Doch trotz starker Nachfrage bei den Passagieren ist der Betrieb jetzt vorerst eingestellt.

Weener (dpa/lni) - Die kleine Friesenfähre an der Ems bei Weener hat in diesem Jahr eine starke Nachfrage verzeichnet. Mehr als 6500 Passagiere nutzten von April bis Mitte September die kostenlose Fähre in Ostfriesland. Sie ermöglicht eine provisorische Emsüberquerung als Ersatz für die 2015 zerstörte Friesenbrücke zwischen Weener und Westoverledingen. "Wir sind sehr zufrieden mit dieser Bilanz, die Akzeptanz ist sehr positiv", sagte Geschäftsführer Eberhard Lüpkes von der Fährgesellschaft. Der Fährbetrieb sei allerdings nach einem Motorschaden vorzeitig eingestellt worden.

Der Defekt war Mitte September aufgetreten und macht eine größere Reparatur mit Ausschreibung, Lieferterminen und Einbauarbeiten notwendig. "Der Pendelverkehr musste daher sechs Wochen früher als geplant beendet werden", bedauerte Lüpkes die Zwangspause. Das Schiff hätte sonst erst Ende Oktober eine Winterpause eingelegt. Die Fähranleger an den Ufern sind nicht winterfest ausgelegt. Im nächsten Frühling soll der Betrieb am 1. April wieder starten.

Im vergangenen Jahr hatte die Fähre nur einen Tag nach der Jungfernfahrt eine Panne glimpflich überstanden. Damals war der Sprit ausgegangen, nachdem die Tankanzeige defekt war. Passagiere hatten noch mit Notpaddeln eingegriffen, bevor das Schiff festmachen konnte.

Vor allem Radtouristen haben die Fähre nach Angaben der Betreiber genutzt. Für Pendler mit festen Fahrzeiten ist die gezeitenabhängige Verbindung allerdings weniger geeignet.

Reisende auf der Bahnstrecke zwischen Bremen und dem niederländischen Groningen hatten über Jahrzehnte die Friesenbrücke genutzt. Die längste Eisenbahn-Klappbrücke Deutschlands war jedoch im Dezember 2015 durch die Kollision eines Frachters zerstört worden. Eine erneuerte Brücke soll erst 2024 in Betrieb gehen. Bahnreisende müssen wegen der Unterbrechung auf einen Bus umsteigen.

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