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Niedersachsen & Bremen Georgsmarienhütte-Chef: Kunden wollen grünen Stahl

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Georgsmarienhütte (dpa/lni) - Der niedersächsische Stahlhersteller Georgsmarienhütte (GMH) treibt den Umbauprozess zu einer Co2-freien Produktion voran und sieht einen Markt für grünen Stahl. "Die Kunden haben Stand heute Lust auf grünen Stahl, wollen aber noch nicht mehr dafür zahlen", sagte Alexander Becker, Vorsitzender der Geschäftsführung der GMH Gruppe der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag). Er glaube aber, dass sich das ändern wird, zumal der Druck von Investoren größer werde.

Die Kunden müssten allerdings weltweit wettbewerbsfähig sein. "Das heißt, wenn sie in Deutschland oder Europa mehr für Stahl zahlen und es die Kunden in den USA und Asien nicht interessiert, rechnet es sich nicht. Da haben wir noch etwas Arbeit vor uns."

Industrie und Unternehmen müssten daran mitarbeiten, dass erneuerbare Energien ausgebaut werden. "Wir wollen investieren und selbst einen Windpark bauen beziehungsweise uns beteiligen, am liebsten standortnah hier in der Region für unser Stahlwerk."

Becker verwies darauf, dass der Strombedarf in der GMH Gruppe bei rund einer Terawattstunde pro Jahr liege. Ganz Deutschland verbrauche zum Vergleich rund 507 Terawattstunden und die Stadt Osnabrück liege bei 0,85. "Insofern ist der Strommix für uns ein Schlüssel zur Klimaneutralität."

Quelle: dpa

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