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Niedersachsen & Bremen Goslar: Mehr als 35 Millionen Euro in Sanierung investiert

Blick auf das restaurierte Rathaus der Stadt Goslar.

(Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild)

Zum Welterbetag und einem runden Stadtjubiläum in diesem Jahr gibt es Diskussionen über den Zustand des Welterbes in Goslar. Die Stadt präsentiert nun Zahlen zu Investitionen in der jüngeren Vergangenheit.

Goslar (dpa/lni) - Die Stadt Goslar hat seit 2009 über 35 Millionen Euro in den Erhalt seines Weltkulturerbes investiert. Darüber hinaus seien auch private Gebäude in der historischen Altstadt saniert worden, teilte eine Stadtsprecherin mit. An diesem Sonntag ist deutschlandweit Welterbetag, an dem auch Goslar teilnimmt.

In einem am Dienstag vorgestellten Bericht forderte der Denkmalschutzverein World Heritage Watch mehr Anstrengungen der Stadt bei der Denkmalpflege. Fast 500 historische Gebäude und Kleindenkmäler seien sanierungsbedürftig. Die Stadt Goslar entgegnete, der Bericht sei in Teilen überholt und falsch. Zwar gebe es sanierungsbedürftige Gebäude, sagte die Stadtsprecherin. Es sei aber falsch, dass sich Goslar nicht um sein Welterbe kümmere.

Seit 2009 sei etwa das Rathaus für 14,4 Millionen Euro und die ehemalige Hauptschule Kaiserpfalz für 12,1 Millionen Euro saniert worden. Für rund fünf Millionen Euro werde derzeit der Pfalzgarten auf dem Gelände Kaiserpfalz hergerichtet. Sie wurde im elften Jahrhundert von Kaisern bewohnt. Über 10 Millionen Euro Fördergelder flossen demnach seit 2009 in die Investitionen.

Außerdem seien private Gebäude wie die Frankenberger Kirche oder Teile des Klosters Neuwerk saniert worden. Ziel sei bei den Investitionen immer, "modernes Leben im Denkmal" zu ermöglichen. "Wir wollen keine Museumsstadt sein", sagte die Sprecherin.

Die Goslarer Altstadt ist, zusammen mit dem Erzbergwerk Rammelsberg, seit 1992 UNESCO-Weltkulturerbe. Nach der Kaiserzeit wurde die Stadt, die in diesem Jahr ihr 1100-jähriges Bestehen feiert, auch durch den Harzer Bergbau bekannt.

Zum deutschlandweiten Welterbetag plant Goslar zusammen mit weiteren Welterbestätten im Harz verschiedene Veranstaltungen. In der Kaiserstadt beginnt an drei Standorten die Ausstellung "1100 Jahre Goslar - mit Erfolg gebaut". Besucherinnen und Besucher können außerdem auf vier Schnitzeljagden das Oberharzer Bergwerksmuseum, das Zisterzienser Kloster Walkenried und das Erzbergwerk Rammelsberg erkunden. Mit einer neuen Welterberoute und neuen Infozentren hat die Welterbestiftung im Harz zudem in den vergangenen Monaten neue Angebote zum Erkunden des Welterbes geschaffen.

Quelle: dpa

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