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Niedersachsen & Bremen Greenpeace-Protest gegen Billigfleisch in Osnabrück

Greenpeace-Aktivisten protestieren vor einem Supermarkt. Foto: Roberto Pfeil/dpa/Archivbild

(Foto: Roberto Pfeil/dpa/Archivbild)

Osnabrück (dpa/lni) - Greenpeace-Aktivisten haben unter anderem in Niedersachsen gegen Billigfleisch in Supermärkten protestiert. In Osnabrück verteilten die Aktivisten am Samstag vor einem Discounter Flyer mit der Aufschrift "Supermärkte müssen handeln: Schluss mit Billigfleisch!". Insgesamt habe es Aktionen in 53 Städten gegeben, sagte Greenpeace-Agrarexpertin Stephanie Töwe. Die Organisation kritisiert, dass der überwiegende Teil des angebotenen Frischfleischs von Tieren aus klimaschädlicher und tierschutzwidriger Haltung komme.

Eine Abfrage bei neun führenden deutschen Lebensmittelanbietern habe ergeben, dass 88 Prozent des Fleischs im Handel mit den Haltungsformen 1 oder 2 gekennzeichnet seien, unter denen die Tiere "unter qualvollen und häufig gesetzeswidrigen Bedingungen" gehalten würden, sagte Töwe der Deutschen Presse-Agentur.

Laut freiwilliger Kennzeichnung des Handels entspricht die erste Haltungsform "Stallhaltung" lediglich den gesetzlichen Mindestanforderungen. Fleisch, das mit der Stufe 2 - "Stallhaltung plus" - gekennzeichnet ist, sichert Tieren unter anderem mindestens zehn Prozent mehr Platz und zusätzliches Beschäftigungsmaterial. Die Stufe 3 "Außenklima" garantiert Tieren noch mehr Platz und Frischluft-Kontakt. Erst bei Stufe 4 haben sie Auslaufmöglichkeiten im Freien. Auch Biofleisch soll in diese Stufe eingeordnet werden.

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