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Niedersachsen & Bremen Hannover: Rund 3000 Menschen bei Kundgebung gegen Rassismus

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Hannover (dpa/lni) - Nach dem mutmaßlich rassistischen Anschlag in Hanau mit elf Toten haben sich am Freitag nach Polizeiangaben rund 3000 Menschen in Hannover zu einer Kundgebung versammelt. Darunter waren Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne). Die Veranstaltung stand unter dem Titel "Hannover gegen Rassismus - Hannover für Vielfalt" und wurde vom Bündnis "Bunt statt braun" organisiert. "Unser schönes Hannover stellt sich gegen Rassismus und tritt für Vielfalt, Demokratie und Menschlichkeit ein", schrieben die Organisatoren in ihrem Aufruf. Das Bündnis "Niedersachsen packt an" warb für die Demonstration unter anderem mit den Worten: "Fremdenfeindliche oder antisemitische Angriffe, populistische Anfeindungen und Ausgrenzungen jeder Art sind nicht tolerierbar".

In der Nacht zum Donnerstag hatte ein 43-jähriger Deutscher im hessischen Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Anschließend soll der Sportschütze seine 72 Jahre alte Mutter und sich selbst getötet haben. Die Tat sei "eindeutig ein rassistisch motivierter Terroranschlag", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Am Freitag gab es in zahlreichen Orten Kundgebungen und Mahnwachen, bei denen Menschen ihr Mitgefühl ausdrückten und gegen Rechtsextremismus demonstrierten. Für das Wochenende waren weitere Veranstaltungen geplant.

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