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Niedersachsen & Bremen Hannovers Heim-Krise hält an: 0:0 gegen Osnabrücker

Osnabrücks Marc Heider und Hannovers Jannes Horn (l-r.) im Zweikampf um den Ball. Foto: Peter Steffen/dpa

(Foto: Peter Steffen/dpa)

Wille und Laufbereitschaft stimmen bei Hannovers Heim-Auftritt gegen den VfL Osnabrück. Die 96er rackern und erarbeiten sich zahlreiche Abschlüsse. Dass es mit dem ersten Sieg vor eigenem Publikum nichts wird, hat vor allem einen Grund.

Hannover (dpa/lni) - Auswärts ordentlich, zu Hause erfolglos: Hannover 96 kommt in der 2. Fußball-Bundesliga einfach nicht richtig in Tritt. Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka kam im Niedersachsen-Duell gegen den VfL Osnabrück am Sonntag nicht über ein 0:0 hinaus. Statt um die Aufstiegsplätze mitzuspielen, droht dem Erstliga-Absteiger mit nur zwölf Punkten nun immer mehr eine Saison im Mittelmaß oder sogar im Abstiegskampf. "Der Punkt ist natürlich zu wenig für uns, was unsere Ansprüche angeht", ärgerte sich Mittelfeldspieler Marc Stendera.

In fünf Heimspielen holte Hannover gerade einmal drei Punkte - und wartet noch auf den ersten Sieg. Von den Fans gab es nach der Partie trotzdem Anfeuerung und aufmunternden Applaus.

Die Zuschauer honorierten die sichtbare Einsatzbereitschaft der 96er, raunten jedoch auch bei zahlreichen vergebenen Möglichkeiten. "Es fehlen so ein bisschen die Kleinigkeiten", sagte Sportdirektor Jan Schlaudraff. "Man kann der Mannschaft keinen großen Vorwurf machen - außer die Chancenverwertung."

In einer munteren Partie hatten die 96er zahlreiche Möglichkeiten. Der agile Cedric Teuchert scheiterte dreimal an VfL-Torwart Philipp Kühn (8./26./87.), Hendrik Weydandt erwischte einen Ball zunächst nicht richtig (10.) und traf dann per Kopf nur den Pfosten (26.). "Der kann auch ruhig mal reingehen", ärgerte sich Slomka. In der Schlussphase ließ zudem Waldemar Anton eine gute Gelegenheit aus.

Der VfL war seltener gefährlich: Kevin Friesenbichler schoss freistehend genau auf Hannovers Keeper Ron-Robert Zieler (23.), der auch gegen Anas Ouahim zur Stelle war (64.). Beide Mannschaften lieferten sich packende Zweikämpfe. Neben den starken Torhütern machten aber auch Ungenauigkeiten und technische Fehler immer wieder aussichtsreiche Situationen zunichte.

Durch das Unentschieden bleibt Osnabrück in der Tabelle als 13. zwar weiter einen Zähler hinter Hannover, doch der VfL kann mit diesen Tabellenregionen als Liga-Neuling deutlich besser leben. Das Team von Coach Daniel Thioune, der beim letzten Duell der beiden Clubs im Februar 2001 noch als Spieler dabei war, verbuchte nach zwei Niederlagen vor 37 600 Zuschauern einen wichtigen Auswärtspunkt.

"Wir nehmen diesen Punkt gerne mit nach Hause und sind froh darüber", sagte Thioune und bedankte sich bei den zahlreichen mitgereisten Gästefans: "Sehr viele Zuschauer haben uns geholfen, diesen Punkt zu sichern." Während der 96-Anhang versuchte das eigene Team aufzurichten, feierten die Lila-Weißen Fans das 0:0 fast wie einen Sieg.

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