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Niedersachsen & Bremen Hinterhof-Mord: Entscheidung zu Urteil erwartet

Das Landgericht in Braunschweig. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/archivbild

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Braunschweig (dpa/lni) - Mehr als zwei Jahre nach dem Mord an einem 25 Jahre alten Mann auf einem Parkplatz in Salzgitter entscheidet ein Gericht darüber, ob das Urteil gegen den Täter in vollem Umfang Bestand hat. Bei dem Verfahren am Dienstag vor dem Landgericht Braunschweig geht es im Kern darum, ob der 35 Jahre alte Täter theoretisch eine Chance hätte, nach Absitzen eines Großteils seiner Strafe auf Bewährung freizukommen.

Der Mann war vom Landgericht Braunschweig nach einem umfangreichen Indizienprozess wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte den Freund seiner Schwester umgebracht, weil er als Muslim nach Ansicht des Gerichtes die Beziehung der Frau zu ihrem Freund mit christlicher Religionszugehörigkeit nicht tolerierte.

Das Landgericht Braunschweig hatte in seinem Urteil eine besondere Schwere der Schuld erkannt. Damit ist in der Regel eine vorzeitige Entlassung auf Bewährung nach Absitzen eines Teils der Strafe nicht möglich. Der Täter legte gegen das Urteil aber Revision ein - nun entscheidet das Gericht, ob die Feststellung einer besonderen Schwere der Schuld Bestand hat (Az.: 1 Ks 112 s 5153/19 (1/21)). Der Bundesgerichtshof hatte zuvor das Braunschweiger Urteil mit lebenslanger Haft im Kern bestätigt, dieses Detail aber zur Klärung erneut nach Niedersachsen zurückverwiesen.

© dpa-infocom, dpa:210517-99-634963/2

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