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Niedersachsen & Bremen Impfen, testen, öffnen: OBs wollen neue Corona-Strategie

Proben für Corona-Tests werden einem Labor für die weitere Untersuchung vorbereitet. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

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Hannover (dpa/lni) - Die Oberbürgermeisterkonferenz des Niedersächsischen Städtetages fordert eine neue Strategie im Umgang mit der Corona-Pandemie. In einem Brief an Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) stellten die Rathaus-Chefs am Freitag ihren Plan unter dem Motto "Leben mit Corona - behandeln, impfen, testen, öffnen!" vor. 17 Oberbürgermeister unterzeichneten das Schreiben.

Zentrale Mittel sind demnach Impfungen und Testungen. Eine inzidenzbasierte Öffnung im Rahmen eines Stufenplans hält das Gremium für falsch. Es fordert die Wiedereröffnung des gesamten öffentlichen und gesellschaftlichen Lebens, wenn Risikogruppen überwiegend geimpft sind und das Gesundheitssystem funktionsfähig ist. "Maßstab muss insoweit die Auslastung der Intensivkapazitäten sein", heißt es in dem Schreiben. Die Bevölkerung müsse zudem regelmäßig und vermehrt getestet werden.

Die Öffnung des gesamten öffentlichen und gesellschaftlichen Lebens sei möglich, wenn Menschen weiter auf Hygiene und Abstand achten und Mund-Nasen-Schutz tragen, hieß es. "Die Oberbürgermeisterkonferenz spricht sich für die Beibehaltung von Einschränkungen im persönlichen und privaten Umfeld zugunsten einer Öffnung des öffentlichen Lebens aus." Für die Gastronomie und die Hotellerie brauche es eine verlässliche Öffnungsperspektive, möglicherweise aber auch Einschränkungen wie eine bundesweite Sperrstunde. Die Schulen sollten aus Sicht der Oberbürgermeister frühzeitig wieder vollständig, zumindest aber im Wechselunterricht, geöffnet werden.

© dpa-infocom, dpa:210226-99-611930/2

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