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Niedersachsen & Bremen Kinderrechte in Niedersachsen gut geschützt

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Berlin/Hannover (dpa/lni) - Beim Umgang mit Kinderrechten zählt Niedersachsen zur Spitzengruppe der Bundesländer, Bremen liegt einer Studie zufolge im Mittelfeld. Das Deutsche Kinderhilfswerk stellte am Mittwoch in Berlin erstmals einen Index zu Kinderrechten vor. Darin wird bewertet, wie weit die Ansprüche auf Bildung, auf Gesundheit, auf Erholung und einen angemessenen Lebensstandard sowie auf politische Teilhabe verwirklicht sind.

Niedersachsen mit seinen 1,33 Millionen Kindern erzielt vor allem hohe Werte bei Lebensstandard und Gesundheit. Niedersächsische Eltern geben den Schulen die bundesweit besten Werte, was die Aufklärung über Gesundheitsthemen anbetrifft. Durchschnittlich sind die Werte des Landes bei der politischen Teilhabe von Kindern. Es gebe kein Wahlrecht zum Landtag ab 16 Jahren, bemängelt die Studie.

Überdurchschnittlich schneiden auch Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein ab.

In der Mittelgruppe erreicht Bremen ebenfalls hohe Werte bei der Gesundheitsfürsorge für seine 110 000 Kinder. Zugleich haben die Kinder im kleinsten Bundesland das höchste Risiko, arm zu sein. Bremen gibt auch gemessen an der Wirtschaftsleistung am wenigsten für seine Schulen aus. Für viele Kleinkinder fehlt ein Kita-Platz.

Andere Länder im Mittelfeld sind beispielsweise Baden-Württemberg, Bayern oder Berlin. Eine unterdurchschnittliche Umsetzung von Kinderrechten sieht das Kinderhilfswerk in Hamburg, Hessen, im Saarland und in Sachsen-Anhalt.

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