Regionalnachrichten

Niedersachsen & Bremen Krisenstab empfiehlt Maskentragen statt Homeschooling

Eine Mund-Nasen-Bedeckung liegt neben einer Federtasche. Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild

(Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild)

Hannover (dpa/lni) - Aus Sicht der niedersächsischen Landesregierung sollen erst andere Mittel ausgeschöpft werden, bevor Schülerinnen und Schüler ins Homeschooling wechseln. Das geht aus Hinweisen zur Anwendung der niedersächsischen Corona-Verordnung hervor, die am Donnerstag an die Kommunen verschickt wurden. Erhöht werden könne der Infektionsschutz zum Beispiel durch zeitlich begrenztes Maskentragen im Unterricht sowie durch die Einschränkung oder das Verbot von Sportunterricht oder Ganztagsangeboten, heißt es in dem Schreiben.

"Schulen und Kindertagesstätten sind nach bisherigem Kenntnisstand nicht als Treiber des Infektionsgeschehens aufgefallen", schreibt die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, an die Kommunen. Auch ein sehr starkes bis eskalierendes Infektionsgeschehen rechtfertige keinen Automatismus im Hinblick auf eine Schließung von Kitas und Schulen - gerade wenn sich Ausbrüche etwa auf Schlachthöfe oder Pflegeheime konzentrierten.

Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund begrüßte die Entscheidung, Schulen und Kitas möglichst offen zu halten. Sprecher Thorsten Bullerdiek bat Eltern um Verständnis, wenn nicht alles so laufen sollte wie vor der Corona-Krise. Beim Schülertransport könne die Zahl der Busse und Fahrer nicht weiter erhöht werden. "Daher müssen weitestgehend die Schulwege zu Fuß oder per Rad erledigt werden", sagte er. "Gegebenenfalls können die Eltern auch einen Teil der Strecke die Kinder mit dem Auto bringen. Dies ist leider der aktuellen Situation geschuldet."

Newsticker