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Niedersachsen & Bremen Land pocht nach Bahn-Sturmpannen auf besseren Baumschnitt

Nach einem Sturm werden auf einem Display verspätete Züge angezeigt. Foto: Peter Steffen

(Foto: Peter Steffen/dpa)

Hannover (dpa/lni) - Niedersachsen pocht nach den sturmbedingten Behinderungen bei der Bahn in dieser Woche darauf, die Bäume entlang der Bahnstrecken stärker zurückzuschneiden. Das Verkehrsministerium wandte sich sowohl an Bahnchef Richard Lutz als auch an das Bundesverkehrsministerium in Berlin, wie eine Ministeriumssprecherin am Freitag in Hannover sagte. Obwohl Niedersachsen nach massiven Verkehrsbehinderungen auf der Schiene nach vorangegangenen Stürmen mit der Bahn ein Konzept für einen besseren Grünschnitt erarbeitet hatte, sei die Lage immer noch nicht optimal. Bahnchef Lutz solle Maßnahmen benennen, wie die Bahn im Norden wetterfester werden könne.

Ein heftiger Sturm hatte am Dienstagabend in Niedersachsen an etlichen Stellen Bäume in die Oberleitungen geweht und den Verkehr zeitweise zum Erliegen gebracht. Hunderte Fernreisende hingen über Stunden in gestrandeten ICE-Zügen fest, einige mussten auch die Nacht in den Abteilen verbringen.

Bundesweit hat die Bahn nach sich häufenden schweren Stürmen den Rückschnitt von Bäumen an ihren Strecken bereits intensiviert. Die Verkehrsministerkonferenz hatte den Bund zu einer Änderung des Eisenbahngesetzes aufgefordert, damit private Waldbesitzer an Bahnstrecken es künftig dulden müssen, dass ihre Bäume zurückgeschnitten werden. An Autobahnen gilt eine solche Regelung bereits.

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