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Niedersachsen & Bremen Landtag protestiert gegen niederländische Erdgasförderung

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Hannover (dpa/lni) - Niederländische Pläne zur Erdgasförderung in der Nordsee nahe der Insel Borkum sind im Landtag in Hannover auf Protest gestoßen. Ein Gesetzentwurf der Grünen zum Verbot von Erdgas- und Erdölbohrungen im Wattenmeer stieß bei der ersten Beratung am Mittwochabend auch auf Unterstützung von Abgeordneten der übrigen Fraktionen. Das Wattenmeer genießt auf niedersächsischer Seite den Schutz als Nationalpark. Mehrere Abgeordnete gaben zu bedenken, dass mit einem Landesgesetz die Förderung nur hunderte Meter von der Grenze entfernt in den Niederlanden aber nicht gestoppt werden kann.

Umweltminister Olaf Lies (SPD) bekräftigte das klare Ziel, ein Förderverbot im niedersächsischen Wattenmeer zügig gesetzlich zu verankern, etwa im Nationalparkgesetz. Möglicherweise seien auch Änderungen im Bundesbergrecht erforderlich. Die juristischen Einzelheiten soll nun ein Landtagsausschuss klären.

Das Unternehmen ONE-Dyas B.V. möchte im niederländischen Teil der Nordsee an der Grenze zu Deutschland Erdgas gewinnen und eine Erdgas-Plattform errichten. Von dort soll bis in den deutschen Teil der unterirdischen Lagerstätte gebohrt werden. In das niederländische Planfeststellungsverfahren ist auch das niedersächsische Landesamt für Bergbau Energie und Geologie (LBEG) eingebunden. Es koordiniert das Beteiligungsverfahren auf deutscher Seite.

Informationen zum Projekt

LBEG-Mitteilung zur Ergassuche vor Borkum

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