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Niedersachsen & Bremen Landwirte beklagen Feldmausplage

Eine Feldmaus sitzt auf einem Acker. Foto: Arno Burgi/zb/dpa/Archivbild

(Foto: Arno Burgi/zb/dpa/Archivbild)

Hannover (dpa/lni) - Eine seit Jahren nicht mehr beobachtete massenhafte Vermehrung von Feldmäusen hinterlässt erhebliche Schäden auf Niedersachsens Wiesen und Weiden. Nach einer Umfrage des Landvolks sind bis zu 150 000 Hektar betroffen, wie eine Sprecherin am Montag mitteilte. Die Nagetiere hätten von den trockenen Jahren und dem milden Winter profitiert. Zuletzt sei eine solche Massenvermehrung von Mäusen in den 1970er und 1980er Jahren beobachtet worden.

"Für reine Grünlandbetriebe ist das eine echte Katastrophe", sagte Karsten Padeken, Grünlandexperte des Landvolkes. Auf jeder zweiten Wiese oder Weide tummeln sich nach seinen Beobachtungen Tausende Mäuse. Dort haben sich die unterirdisch wühlenden Mäuse den Angaben nach so stark vermehrt, dass sie auf den betroffenen Flächen einen Totalschaden verursachen. Die Nager fressen das Gras und auch Wurzeln ab, die Pflanzen gehen dann bei trockenem Wetter sofort ein.

"Auf diesen Weiden wächst einfach kein Futter mehr, die Landwirte können dort im Frühjahr kein Gras für den kommenden Winter ernten, sie können auch ihre Kühe nicht auf die Weide schicken", erklärte Padeken. Für die betroffenen Tierhalter sei das katastrophal, weil die Futtervorräte nach zwei Trockenjahren schon jetzt kaum noch ausreichten. "Für einige Betriebe haben die Mäuseschäden ein Ausmaß angenommen, das ihre Existenz akut bedroht", sagte Padeken.

Pressemitteilung des Landvolks

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