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Niedersachsen & Bremen Ministerin verurteilt mutmaßliche Misshandlung von Schweinen

Barbara Otte-Kinast, Niedersachsens Verbraucherschutzministerin (CDU). Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild

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Hannover/Oldenburg (dpa/lni) - Nach der Veröffentlichung von Videoaufnahmen aus zwei Schweinemastbetrieben im Landkreis Grafschaft Bentheim, die kranke und vernachlässigte Tiere zeigen, hat Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) reagiert. Die Videoaufnahmen seien erschreckend, teilte die Christdemokratin am Donnerstag mit. Sie verurteile solche Missstände ausdrücklich. "Tiere sind Mitgeschöpfe, die von uns Achtung und Fürsorge erhalten müssen", erklärte sie.

Laut Deutschem Tierschutzbüro zeigen die Aufnahmen zum Teil sehr verdreckte Stallungen und Buchten, verletzte und abgemagerte Tiere mit blutigen Ohr- und Schwanzverletzungen. Kranke und verletzte Tiere seien von den Landwirten nicht ordnungsgemäß vom Tierarzt behandelt worden. Das zuständige Kreisveterinäramt in Nordhorn sei informiert worden, bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Oldenburg sei Strafanzeige gestellt worden. Auch die Schlachtunternehmen Tönnies, Goldschmaus, Tümmel, Vion und Westfleisch seien informiert worden.

Ein Landkreissprecher sagte, am 19. November seien anonyme Anzeigen gegen vier Schweinemastbetriebe eingangen, weswegen es an drei Tagen in der vergangenen Woche Überprüfungen gegeben habe. Am 2. Dezember sei eine Anzeige gegen drei Betriebe und Videomaterial eingegangen, was ausgewertet werde. Eine Stellungnahme zu den Vorwürfen der Tierschützer könne die Behörde noch nicht abgeben, da die Berichte aus der Überprüfung noch nicht fertig gestellt seien.

Bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg war die Anzeige der Tierschützer noch nicht eingangen, sagte ein Sprecher. "Wir haben die Berichterstattung aber zum Anlass dafür genommen, dort um möglichst umgehende Übersendung aller vorliegenden Informationen zu bitten." Das ARD-Magazin "Plus-Minus" hatte über die Vorwürfe berichtet.

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