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Niedersachsen & Bremen Mutmaßlicher Geldautomatensprenger will aussagen

Eine Figur der Justitia vor einem Gerichtsgebäude. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

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Osnabrück (dpa/lni) - Ein 31 Jahre alter mutmaßlicher Geldautomatensprenger will sich vor Gericht zu den Vorwürfen äußern. Das kündigte er am Montag zum Prozessauftakt am Landgericht Osnabrück an. Die Kammer habe in Aussicht gestellt, dass ein Strafmaß zwischen sechs Jahren und neun Monaten und siebeneinhalb Jahren vorstellbar wäre, wenn der Mann die zeitlich letzten drei Taten gestehe, sagte ein Gerichtssprecher. Die Anklage wirft dem 31-Jährigen vor, als Teil einer größeren Bande in fünf Fällen an der Sprengung von Geldautomaten im ganzen Bundesgebiet beteiligt gewesen zu sein.

Dazu sollen die Mitglieder der Bande die äußere Verkleidung von Geldautomaten gewaltsam aufgebrochen, ein Gasgemisch ins Innere geleitet und dieses aus sicherer Entfernung gezündet haben. Bargeld sollen die Täter in zwei Fällen erbeutet haben - mehr als 200 000 Euro allein im vergangenen September in Nordhorn.

Die fünf Taten, die dem Mann vorgeworfen werden, sollen sich von 2018 bis 2020 in Ingolstadt, Krummhörn, Neustadt in Holstein, Lüneburg und Nordhorn ereignet haben. In vier von fünf Fällen soll es den Tätern gelungen sein, den Geldautomaten zu sprengen. Der 31-Jährige soll nach der Tat in Nordhorn mit einem Motorroller geflohen sein, dabei soll er einen Unfall erlitten haben. Am selben Tag kam er in Untersuchungshaft. Der Mann sagte vor Gericht, er habe keinen Schulabschluss und keine abgeschlossene Ausbildung, habe aber zunächst gut verdient.

© dpa-infocom, dpa:210307-99-726570/3

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