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Niedersachsen & Bremen Mutmaßlicher IS-Unterstützer schweigt zu Prozessauftakt

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: picture alliance / David Ebener/dpa/Symbolbild

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Celle (dpa/lni) - Vor dem Oberlandesgericht Celle hat am Montag der Prozess gegen einen 38 Jahre alten Mann wegen Unterstützung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) begonnen. Zum Auftakt weigerte sich der Deutsch-Libanese, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Er soll laut Anklage seinen Bruder, der in Syrien als führendes IS-Mitglied aktiv gewesen sein soll, über Jahre von Deutschland aus unterstützt haben. Der 38-Jährige ist bereits seit Ende Juli 2020 in Untersuchungshaft. Noch am Montag sollte ein erster Zeuge vor Gericht gehört werden.

Die Brüder gehörten laut Anklage lange dem mittlerweile verbotenen deutschsprachigen Islamkreis Hildesheim an - ein Verein, der unter Führung des inzwischen verurteilten Predigers Abu Walaa zahlreiche Menschen zum Anschluss an die Terrormiliz motiviert haben soll. Der Angeklagte soll seinen Bruder nach dessen Ausreise mit einer Generalvollmacht als "Vermögensverwalter" in Deutschland vertreten und ihm logistisch und finanziell geholfen haben. Außerdem habe er die Ausreise der Ehefrau des Bruders mit ihren vier minderjährigen Kindern nach Syrien organisiert.

© dpa-infocom, dpa:210418-99-254327/3

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