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Niedersachsen & Bremen Nach 9-Euro-Ticket: Weil wünscht sich günstige Angebote

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) spricht bei einer Pressekonferenz.

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archiv)

Hannover (dpa/lni) - Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wünscht sich auch nach dem Auslaufen des 9-Euro-Tickets günstige Angebote im Nahverkehr für breite Bevölkerungsgruppen. "Am liebsten wäre mir, wir könnten das 9-Euro-Ticket - wenn vielleicht auch in angepasster Form - einfach fortsetzen. Das wird realistischerweise aber nicht geschehen, weil Bundesfinanzminister (Christian) Lindner sagt, dass er das Geld dafür nicht hat. Also müssen wir versuchen nach und nach für immer mehr Bevölkerungsgruppen günstige Angebote auf die Beine zu stellen", sagte Weil der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch).

Gut finde er am 9-Euro-Ticket vor allem zwei Sachen, sagte Weil: "Das eine ist der schiere Preis, das andere ist die klare Tarifregelung." In der neuen Legislaturperiode wolle er daher den "Tarifdschungel" innerhalb Niedersachsens in den Griff bekommen. "Wir haben mehr als 30 Tarifverbünde, das ist viel zu viel, jedenfalls dann, wenn jeder sein eigenes Tarifsystem hat. Ich möchte, dass ein "Ticket für alle" vernünftig funktionieren kann bei uns im Flächenland", so der Ministerpräsident. Bahnen und Busse würden vor allem attraktiv, wenn "ein Ticket grenzüberschreitend genutzt werden kann."

Sein Land konzentriere sich vor allem auf junge Leute wie Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende, betonte Weil gegenüber der "NOZ". So gebe es schon jetzt "sehr günstige Angebote" wie das "Schüler- und Azubiticket für 30 Euro im Monat - das Land gibt dafür 25 Millionen Euro in diesem Jahr und ab kommenden Jahr 30 Millionen jährlich."

Das im Juni gestartete 9-Euro-Tickets gilt noch im August und ermöglicht bundesweit jeweils für einen Monat günstige Fahrten in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs. Da sich bereits mehrere Millionen Menschen für einen Kauf entschieden, gibt es derzeit eine breite Debatte über Nachfolgelösungen.

Quelle: dpa

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