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Niedersachsen & Bremen Nach tödlichen Messerstichen: 31-Jähriger vor Gericht

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: picture alliance / Peter Steffen/dpa/Symbolbild

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Osnabrück (dpa/lni) - Weil er einen Mann im Rauschzustand erstochen haben soll, muss sich seit Montag ein 31-Jähriger vor dem Osnabrücker Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vorsätzlichen Vollrausch durch Alkohol und Marihuana vor. In diesem Zustand soll der lettische Staatsangehörige Mitte Mai einen 38-Jährigen mit einem Küchenmesser tödlich verletzt haben. Die Tat geschah in der Wohnung, in der der 31-Jährige mit seiner Mutter lebte. Das Opfer war nach Aussagen des Angeklagten ein Bekannter der Mutter. (Az. 6 Ks 9/20)

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich der Mann aufgrund seines Rauschzustandes nicht mehr kontrollieren konnte und deshalb wahrscheinlich nicht wegen Totschlags verurteilt werden kann. Sie hat ihn deshalb wegen vorsätzlichen Vollrauschs angeklagt, was mit einer Geldstrafe oder bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet wird. Der Mann ist derzeit in Untersuchungshaft.

Zum Prozessauftakt äußerte sich der Angeklagte nach Angaben des Gerichtssprechers zu seiner Person und seinem Werdegang. Er berichtete, dass er seit mehreren Jahren große Mengen Alkohol und Drogen zu sich genommen hat. Zu den Tatvorwürfen nahm der 31-Jährige zunächst keine Stellung. Er kündigte aber an, sich im Laufe der Verhandlung dazu zu äußern. Das Gericht hat sechs Fortsetzungstermine geplant.

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