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Niedersachsen & Bremen Neue Gedenkstätte im Gefängnis erinnert an NS-Justiz

Ein Zellenfenster ist in der Gedenkstätte der JVA Wolfenbüttel zu sehen. Foto: Peter Steffen/dpa

(Foto: Peter Steffen/dpa)

Wolfenbüttel (dpa/lni) - Nach sieben Jahren Forschung und drei Jahren Bauzeit wird das neue Dokumentationszentrum der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel eröffnet. Kern des Neubaus sei die Ausstellung "Recht, Verbrechen, Folgen. Das Strafgefängnis Wolfenbüttel im Nationalsozialismus", teilte die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten mit. Das Gefängnis war zwischen 1937 und 1945 eine zentrale Hinrichtungsstätte in Norddeutschland: Mehr als 500 Menschen aus ganz Europa, darunter viele Widerstandskämpfer, starben hier durch das Fallbeil. Die Ausstellung ist ab Dienstag für Besucher geöffnet, am Sonntag gibt es einen Festakt und bereits am Freitag (11.00 Uhr) eine Vorbesichtigung.

Die Kosten von rund fünf Millionen Euro für Neubau und Ausstellung haben sich das Land Niedersachsen und der Bund geteilt. Nach Stiftungsangaben handelt es sich um die zentrale deutsche Gedenkstätte zur Geschichte von Justiz und Strafvollzug im Nationalsozialismus. Biografien der Opfer werden ebenso vorgestellt wie Biografien der für ihr Leiden verantwortlichen Staatsanwälte, Richter und Strafvollzugsbeamten.

Gedenkstätte Wolfenbüttel

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