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Niedersachsen & Bremen Niedersachsen will mit Neu-Corona-Verordnung Schutz erhöhen

Mundschutzmasken. Foto: Rene Traut/dpa/Symbolbild

(Foto: Rene Traut/dpa/Symbolbild)

Hannover (dpa/lni) - Angesichts steigender Infektionszahlen plant Niedersachsen in der nächsten Corona-Verordnung ab dem 8. Oktober keine Lockerungen mehr, sondern nur noch Anpassungen zur Stärkung des Schutzniveaus. Das hat Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstagabend nach Gesprächen zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder zur Corona-Pandemie angekündigt. Auch in Niedersachsen gebe es einen langsamen aber stetigen Anstieg der Corona-Fälle, der nicht mehr auf einigen wenigen regionalen Hotspots beruhe. "Wir sehen deswegen auch in Niedersachsen Anlass zur Vorsicht." Details der Verordnung nannte Weil noch nicht.

Allerdings sei denkbar, dass Niedersachsen die Begrenzungen für Feiern in öffentlichen Räumen und Privatfeiern restriktiver gestalten werde, sagte Weil. Bei den Beratungen mit der Kanzlerin war vereinbart worden, Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen wie Gaststätten auf höchstens 50 zu beschränken, wenn in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner auftreten. Wenn die Zahl von 50 Neuinfektionen überschritten wird, soll die Teilnehmerzahl auf 25 begrenzt werden. In privaten Räumen soll es keine Vorschriften zur Teilnehmerzahl geben. In dem Beschluss wird jedoch "dringlich" empfohlen, je nach Infektionsgeschehen keine Feiern mit mehr als 25 oder 10 Teilnehmern durchzuführen.

Was das Bußgeld angeht, das künftig bei falschen Angaben bei einem Restaurantbesuch möglich ist, wolle Niedersachsen sich in seinem Bußgeldkatalog an dem Mindestbußgeld von 50 Euro orientieren, sagte Weil.

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