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Niedersachsen & Bremen Niedersachsen will studentische Wohnungsnot bekämpfen

Ein Blick in das Plenum des niedersächsischen Landtags. Foto: Sina Schuldt/dpa

(Foto: Sina Schuldt/dpa)

Hannover (dpa/lni) - Niedersachsen will mehr gegen die Wohnungsnot von Studenten in den Universitätsstädten tun. Um 509 zusätzliche Wohnheimplätze zu schaffen, habe das Land bereits im vergangenen Jahr acht Millionen Euro bereitgestellt, sagte Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) am Donnerstag im Landtag in Hannover.

Den Studentenwerken stehe zwischenzeitlich auch Geld aus dem Wohnraumförderfonds zur Verfügung. Den Studenten komme auch die Förderung von sozialem Wohnraum zugute, die vom Landtag vor der Sommerpause um 400 Millionen Euro aufgestockte worden sei. Im Moment stiegen die Studentenzahlen allerdings schneller, als man mit dem Bau neuer Wohnungen vorankomme, sagte Thümler. In Niedersachsen gibt es über 210 000 Studenten.

Die Grünen-Abgeordnete Eva Viehoff betonte, dass die Rekordzahl von Studenten die niedersächsischen Unistädte vor Herausforderungen stelle. Es gebe lange Wartelisten für einen Wohnheimplatz, und die Mieten schössen in die Höhe. Nur 9,4 Prozent der Studenten in Niedersachsen erhielten einen der vergleichsweise günstigen Plätze in einem Studentenwohnheim. Die übrigen müssten für ein Zimmer auf dem freien Wohnungsmarkt schnell 400 Euro oder mehr bezahlen.

Wie Minister Thümler sagte, mache den Studenten die generelle Wohnungsnot in den Ballungszentren zu schaffen. Womöglich müssten Studentenwohnungen künftig auch etwas weiter von den Hochschulen entfernt geschaffen werden.

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