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Niedersachsen & Bremen Niedersachsens Ditib-Chef: Sorge um Moscheen nach Terror

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Osnabrück (dpa/lni) - Der niedersächsische Ditib-Chef, Ali Ünlü, sieht nach dem Terroranschlag von Halle auch die Sicherheit von Moscheen in Gefahr. "Wir machen uns Sorgen um die Moscheen und haben vom Landesverband aus die Gemeinden gebeten, erhöhte Vorsicht walten zu lassen", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag). Man arbeite an verschärften Sicherheitskonzepten. Wichtig sei, dass die Moscheen weiter frei zugänglich seien. Die Tat von Halle habe aber gezeigt, dass es ein grundsätzliches Problem mit Fremdenfeindlichkeit gebe. "Heute ist es die jüdische Gemeinde, morgen kann es andere treffen."

In Halle in Sachsen-Anhalt hatte ein 27-jähriger Deutscher am Mittwoch vergangener Woche versucht, sich mit Waffengewalt Zutritt zu einer Synagoge zu verschaffen. Als dies misslang, tötete er eine Passantin und später einen Mann in einem Döner-Imbiss. Der Mann hat die Tat gestanden und rechtsextremistische sowie antisemitische Motive angegeben. In der Synagoge hielten sich mehr als 50 Menschen auf, um den jüdischen Feiertag Jom Kippur zu begehen.

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