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Niedersachsen & Bremen Niedersachsens Landessportbund will Flüchtlinge unterstützen

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Die Flüchtlinge aus der Ukraine brauchen Hilfe - auf ganz unterschiedliche Weise. Der Landessportbund Niedersachsen will es Vereinen leichter machen, an Fördermittel zu kommen. Das hat vor allem einen Zweck.

Hannover (dpa/lni) - Sportvereine, die Flüchtlingen Training ermöglichen wollen, können zum zweiten Mal nach der Flüchtlingskrise 2015 Hilfe vom niedersächsischen Landesportbund erhalten. Mit dem Hilfsprogramm "Aktiv für Geflüchtete" seien Angebote aus Mitteln der Finanzhilfe des Landes zusammengefasst worden, die leicht online beantragt werden könnten, teilte der Landessportbund am Donnerstag mit. Nach Einschätzung von Niedersachsens Sportminister Boris Pistorius (SPD) zeige der Sport damit, "dass man sich auch in schwierigen Zeiten auf ihn verlassen kann".

Mit den aus Landesmitteln finanzierten Angeboten würden die vor dem russischen Angriffskrieg geflüchteten Menschen schnell und unbürokratisch unterstützt, erklärte der SPD-Politiker. "Die verbindende Kraft des Sports wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, diesen Menschen ein wenig Halt und Hoffnung zu geben."

Der Vorstandschef des Landessportbundes, Reinhard Rawe, sagte: "Wir wollen einen wirksamen Beitrag leisten, damit Menschen, die aktuell aus der Ukraine flüchten müssen, sich schnell im Alltagsleben zurechtfinden können und beim und mit dem Sport Ausgleich und Abstand von ihren Erlebnissen der vergangenen Wochen finden."

Die Angebote richten sich bewusst an alle Geflüchteten, sagte Rawe. Zu den Angeboten zählen eine 500-Euro-Pauschale für Vereinsangebote - etwa für Sportkleidung und -schuhe für geflüchtete Menschen, Ausgaben für den Transport von und zu den Unterkünften oder für Übersetzungen und Kinderbetreuung. Je Verein seien vier Anträge möglich. Außerdem hat der Landessportbund eine Versicherung für Flüchtlinge und Asylbewerber abgeschlossen - diese gelte auch für Flüchtlinge aus der Ukraine.

Der Landessportbund rief außerdem dazu auf, auf die Nutzung von Sportstätten als Flüchtlingsunterkünfte zugunsten anderer geeigneter Einrichtungen zu verzichten. Sporthallen seien als Massenunterkünfte weitestgehend ungeeignet und würden auch in der Arbeit mit Flüchtlingen benötigt - außerdem sei der Bedarf an Sport und Bewegung vor allem für Kinder in der Corona-Pandemie hoch.

Seine in der Pandemie auf den 9. Juli 2022 verschobene Feier zum 75. Geburtstag des Verbandes sagte der Landessportbund ab. Die eingesparten Gelder sollten für Sportvereine verwendet werden, die sich in der Flüchtlingsarbeit einsetzen.

Quelle: dpa

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