Regionalnachrichten

Niedersachsen & Bremen Patient tritt Rettungsassistent krankenhausreif

Justitia-Figur auf dem Gerechtigkeitsbrunnnen auf dem Römerberg. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv

(Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

Bremen (dpa/lni) - Zwei Jahre nach einem Angriff in einem Rettungswagen ist vor dem Landgericht Bremen ein gütlicher Einigungsversuch zwischen dem damals schwerverletzten Rettungsdienstmitarbeiter und einem Ex-Patienten als mutmaßlichen Täter gescheitert. Der heute 38-Jährige Feuerwehrbeamte, der seit dem Vorfall vom April 2017 dienstunfähig ist, klagte auf Schmerzensgeld.

Der heute 29-jährige mutmaßliche Angreifer erklärte, er könne sich an nichts mehr erinnern. Nach Angaben seines Anwaltes erlitt er damals in dem Rettungswagen vermutlich einen Epilepsieanfall. Sein Mandant sei zu 50 Prozent schwer behindert und habe einen entsprechenden Ausweis. Der Prozess wurde am Montag im Saal und vor dem Gerichtsgebäude von rund 150 Feuerwehrbeamten aus Bremerhaven und Bremen verfolgt.

Der Richter unterbreitete den Streitparteien zwei Einigungsvorschläge, die aber abgelehnt wurden, worauf der Richter nur das Scheitern der gütlichen Einigung feststellen konnte. Jetzt dürfte es zwei Gutachten geben, die sich mit der mutmaßlichen Epilepsie des Beklagten sowie den gesundheitlichen Folgen des Angriffs für den Beamten befassen.

Der heute 38-Jährige leidet nach wie vor unter psychischen Problemen. "Ich habe schlechte Träume, Angstzustände und eine Art Platzangst", sagte der Mann, der ein Schmerzensgeld von mindestens 12 500 Euro fordert. Möglicherweise gibt es aber mit Blick auf die Erstattung von Bezügen weitere Forderungen.

Der Kläger war bei dem Einsatz im April 2017 von dem 29-Jährigen im Rettungswagen angegriffen und massiv getreten worden und hatte dabei mehrere Knochenbrüche erlitten. Der Angreifer wurde wegen Körperverletzung 2017 bereits vom Amtsgericht Bremerhaven zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt.

Pressemitteilung Feuerwehr vom 14.04.2017

Newsticker