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Niedersachsen & Bremen Pistorius: Banken sollen illegale Casino-Geschäfte beenden

Boris Pistorius (SPD). Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild

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Hannover (dpa/lni) - Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat die Finanzbranche ermahnt, nicht mit Anbietern von in Deutschland verbotenem Glücksspiel zusammenzuarbeiten. In einem Schreiben an die Branchenverbände der Kreditwirtschaft verwies sein Ministerium insbesondere auf das Verbot von Online-Casinospielen und Online-Poker. Weil die Glücksspielanbieter ihren Sitz oft im Ausland haben, sieht Pistorius die deutschen Banken und Sparkassen als Partner im Vorgehen gegen illegales Glücksspiel.

Entsprechende Geschäftsverbindungen müssten "kritisch überprüft und gegebenenfalls beendet werden", forderte Pistorius am Freitag. "Die Strategie von Online-Glücksspielanbietern, gesetzliche Verbote und behördliche Untersagungsverfügungen zu ignorieren, um Gewinne weiter zu maximieren, darf nicht länger aufgehen."

Im Frühjahr 2019 hatte das Innenministerium einem großen Bezahldienst erstmals verboten, Zahlungen in dem Bereich zu organisieren. Die Regelung gelte für ganz Deutschland, weil Niedersachsen die entsprechende Zuständigkeit habe, hieß es. Den Namen des betroffenen Unternehmens wollte das Ministerium nicht nennen.

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