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Niedersachsen & Bremen Pistorius sichert jüdischen Gemeinden Schutz zu

Boris Pistorius (SPD), Innenminister von Niedersachsen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

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Hannover (dpa/lni) - Nach der Terror-Attacke von Halle hat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius den jüdischen Menschen im Land Schutz zugesichert. "Wir verstehen sehr gut die Verunsicherung vieler Menschen jüdischen Glaubens und wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass diese Menschen sich in Niedersachsen weiter sicher und gut geschützt und unterstützt fühlen können", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag nach einem Treffen mit Vertretern jüdischer Gemeinden und der Sicherheitsbehörden. "Natürlich haben wir nach dem furchtbaren Anschlag in Halle sofort die Schutzmaßnahmen bei uns entsprechend intensiviert."

Pistorius betonte, dass ihm an einem persönlichen Austausch mit den Vertretern der jüdischen Gemeinden gelegen sei, um ihnen zu versichern, wie wichtig dem Land der Schutz jüdischen Lebens und jüdischer Einrichtungen sei. "Wir werden unseren Beitrag dazu leisten."

Für 196 jüdische Einrichtungen in Niedersachsen gilt seit der Attacke von Halle zu bestimmten Zeiten und Anlässen die Sicherheitsstufe vier mit Objektschutz, hatte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag erklärt. Ansonsten gelte für jüdische Einrichtungen insgesamt die Sicherheitsstufe fünf mit regelmäßigen Polizeistreifen. Über eine Erhöhung der jährlichen Zuwendungen des Landes für die jüdischen Gemeinden, auch unter dem Gesichtspunkt zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen, werde derzeit beraten, sagte Weil.

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