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Niedersachsen & Bremen Polizeipräsident: Extremismus bedroht öffentliche Sicherheit

Lutz Müller, Polizeipräsident in Bremen, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Sina Schuldt/dpa

(Foto: Sina Schuldt/dpa)

Bremen (dpa/lni) - Der Extremismus bleibt nach Worten des scheidenden Bremer Polizeipräsidenten Lutz Müller neben der Organisierten Kriminalität die größte Bedrohung für die öffentliche Sicherheit. "Insbesondere von rechts, aber auch das Aggressions- und Gewaltpotenzial der linksextremistischen Szene ist seit mehreren Jahren hoch", sagte er der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Müller wird am Mittwoch nach neun Jahren offiziell aus dem Amt verabschiedet und sein Nachfolger, der bisherige Vize-Präsident Dirk Fasse, in das neue Amt eingeführt. Müller bleibt aber Leiter des Corona-Krisenstabes und auch Leiter der Abteilung "Öffentliche Sicherheit" beim Innensenator.

Große Sorge bereiteten ihm auch die zunehmenden Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten und die Repräsentanten des Staates. "Diesen Herausforderungen entschlossen entgegen zu treten, ist auch ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag."

Die Entscheidung für den Beruf Polizist würde er aber "immer wieder" treffen, betonte der 60-Jährige. "Es ist ein sinnerfüllender Beruf mit hoher Akzeptanz und großem Ansehen in der Bevölkerung. Wer den Weg zur Polizei findet, ist mit dem Herzen dabei und kann mit der Arbeit anderen Menschen helfen."

Müller verwies darauf, dass sich Ansehen in der Öffentlichkeit auch über das Vertrauen definiere, dass der Polizei entgegengebracht wird. Der jüngst veröffentlichte Integrationsbericht der Länder habe gezeigt, dass das Vertrauen in die Polizei groß sei. Dem Bericht zufolge vertrauten 87 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund und 86 Prozent der Menschen ohne Migrationshintergrund der Polizei.

© dpa-infocom, dpa:210509-99-525653/2

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