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Niedersachsen & Bremen Rufer über Corona-Krise: "Katastrophe für Neuseeland"

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Auckland (dpa/lni) - Der frühere Bremer Bundesliga-Profi Wynton Rufer macht sich wegen der Coronavirus-Pandemie große Sorgen um seine Heimat. "Es ist eine Katastrophe für Neuseeland. Quasi über Nacht musste alles auf null heruntergefahren werden", sagte Rufer in einem Interview der Tageszeitung "Welt" (Donnerstagausgabe). "Mein Land lebt vom Tourismus, diese Branche ist der Wirtschaftszweig Nummer eins neben der Agrarindustrie. Nun brechen alle Einnahmen der Reiseveranstalter, der Hotels und Restaurants, die auf die Urlauber aus aller Welt angewiesen sind, mit einem Schlag weg."

Seit vergangenem Donnerstag befinde sich das Land im "Lockdown", erzählte Rufer, der von 1989 bis Ende 1994 für Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga spielte und 1992 unter anderem den Europapokal der Pokalsieger gewann. "Es ging alles ganz plötzlich, über Nacht ist eine ganze Nation zum Stillstand gekommen. Ganz anders als in Deutschland, wo die Bestimmungen nacheinander verschärft worden sind."

Nach der Einschätzung des heute 57-Jährigen halten sich seine Landsleute bislang an die Maßnahmen. "Die Straßen sind wie leer gefegt", berichtete der Ex-Stürmer. "Auckland ist wie eine Geisterstadt."

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