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Niedersachsen & Bremen Schulen starten nach Ferien meist ohne große Einschränkungen

Stühle stehen auf den Tischen in einem leeren Klassenraum. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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Trotz der zweiten Welle von Corona-Infektionen hat der Unterricht an den meisten Schulen nach den Herbstferien ohne große Behinderungen begonnen. In Bremen gibt es für die Oberstufe eine Maskenpflicht, in Niedersachsen eine Maskenempfehlung in Hotspots.

Hannover (dpa/lni) - Nach den Herbstferien hat in Niedersachsen und Bremen am Montag für mehr als eine Million Schüler wieder der Unterricht begonnen. Während in Bremen angesichts einer hohen Zahl von Corona-Infektionen für Obstufen- und Berufsschulschüler ab sofort eine Maskenpflicht im Unterricht gilt, gibt es in Niedersachsen für Corona-Hotspots lediglich die Empfehlung, ab der fünften Klasse eine Maske auch in der Klasse zu tragen. Außerdem können die örtlichen Gesundheitsämter oder die Schulen selbst dies beschließen oder andere Auflagen erlassen - etwa eine Rückkehr zum Wechselbetrieb, bei dem die Hälfte der Klassen wochen- oder tageweise zu Hause unterrichtet wird.

Wie das Kultusministerium in Hannover mitteilte, startete der Unterricht nach den Herbstferien weitgehend ohne Einschränkungen. Lediglich in Delmenhorst kehrten die Schulen wegen der sehr hohen Zahl von Corona-Infektionen zum Wechselbetrieb zurück. Landesweit erhielten an drei Schulen einzelne Klassen wegen Infektionsfällen Unterricht zu Hause. Zum Unterrichtsstart nach den Ferien besuchten Kultusminister Grant Hendrik Tonne und Ministerpräsident Stephan Weil (beide SPD) die Otfried-Preußler-Schule in Hannover. Die Grundschule wurde im September zum Hauptpreisträger beim Deutschen Schulpreis gekürt - insbesondere für ihr inklusives, innovatives Schulkonzept.

In einem Brief an alle niedersächsischen Schülerinnen und Schüler, der am Wochenende verteilt wurde, schrieb Minister Tonne, er habe die Lehrer gebeten, derzeit nicht zuviel Druck zu machen. "Ich habe von einigen von euch gehört, dass momentan besonders viele Klassenarbeiten und Tests in den Schulen geschrieben werden. Das sollte nicht so sein", schrieb der Minister.

Auch wenn einzelne Klassen, Jahrgänge oder auch ganze Schulen wieder für eine bestimmte Zeit nicht mehr in der Schule seien, könnten Leistungen bewertet werden, betonte Tonne. "Es besteht also kein Grund zu der Sorge, dass Gelerntes nicht mehr abgetestet werden kann, sobald kein Präsenzunterricht stattfindet." Niedersachsen versuche, auf eine erneute komplette Schließung der Schulen zu verzichten.

Stattdessen sollen nun alle 20 Minuten die Fenster im Unterricht geöffnet werden. "Die Temperatur im Raum sinkt dadurch nur um etwa 2 bis 3 Grad, da wird niemand zu sehr frieren, aber auch nicht im dicken Mantel in der Klasse sitzen müssen", schrieb der Minister. Auch Bremen setzt auf dieses Lüftungskonzept, dort sollen die Schüler spätestens nach 45 Minuten außerdem die Möglichkeit erhalten, auf dem Schulhof durchzuatmen und die Maske abzusetzen, falls sie zum Tragen verpflichtet sind.

Der Landeselternrat in Niedersachsen hatte zuletzt betont, dass das regelmäßige Lüften der Klassenräume und warme Kleidung nicht die Antwort auf die steigenden Infektionszahlen sein könne. Die Eltern dürften nicht wieder mit dem Homeschooling allein gelassen werden.

Was die Verbreitung von Corona-Infektionen an Schulen angeht, teilte der Bremer Bildungssenat mit, dass an den 83 Grundschulen der Stadt Bremen von den Sommer- bis zu den Herbstferien insgesamt 14 Kinder und 10 Lehrkräfte positiv getestet wurden. An den weiterführenden Schulen der Stadt wurden Infektionen bei 94 Jugendlichen und 13 Lehrkräften nachgewiesen.

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