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Niedersachsen & Bremen Sozialministerin Reimann ruft zur Aids-Testkampagne auf

Carola Reimann (SPD), Gesundheitsministerin von Niedersachsen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild)

Von Aids sprechen in der Corona-Pandemie nur wenige. Dabei ist die Krankheit noch nicht ausgerottet. Eine Testkampagne startet nun in Niedersachsen.

Hannover (dpa/lni) - Sozialministerin Carola Reimann (SPD) hat zum Welt-Aids-Tages am Dienstag gemeinsam mit der Aidshilfe Niedersachsen zur Teilnahme an der landesweiten Testkampagne aufgerufen. "Globale Solidarität, geteilte Verantwortung", lautet die zentrale Botschaft zum 1. Dezember. Der Tag soll an die Menschen erinnern, die an den Folgen von HIV und Aids gestorben sind.

"Eine früh-diagnostizierte HIV-Infektion ist weder ein Todesurteil, noch lässt sich in ihr irgendein Grund für eine Ausgrenzung oder soziale Isolation begründen. Den eigenen HIV-Status zu kennen, ist unser wichtigstes Gut, um die Infektionsketten zu durchbrechen", erklärte Reimann. Ein Großteil der Menschen wisse nicht, dass Medikamente HIV im Körper unterdrücken - so gut, dass HIV nicht mehr übertragbar ist. Zum diesjährigen Welt-Aids-Tag starten die niedersächsischen Aidshilfen eine landesweite Testkampagne zu HIV und Syphilis: "Jetzt testen lassen! Anonym – schnell – kostenlos".

Das Programm der Vereinten Nationen warnt in diesem Jahr: Die Corona-Pandemie sei ein Rückschlag für den Kampf gegen das HI-Virus. Dadurch könne es bis Ende 2022 weltweit zu fast 300 000 zusätzlichen HIV-Infektionen und bis zu fast 150 000 zusätzlichen Todesfällen kommen, hieß es.

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