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Niedersachsen & Bremen Stadt Gifhorn kauft das Mühlenmuseum für 2,3 Millionen Euro

Die Mühle von Sanssouci von 1736 (Bock-Windmühle) im Mühlenmuseum in Gifhorn. Foto: Peter Steffen/dpa

(Foto: Peter Steffen/dpa)

Gifhorn (dpa/lni) - Das Wahrzeichen von Gifhorn - das Mühlenmuseum samt dem sogenannten Glockenpalast - wird von der Stadt gekauft. Der Gifhorner Stadtrat habe am Montag mehrheitlich für den Kauf des Areals gestimmt, sagte eine Sprecherin der Stadt am Dienstag. Kostenpunkt: Rund 2,6 Millionen Euro, wobei der Preis wegen einer Kreditrückzahlung effektiv rund 2,32 Millionen Euro beträgt.

Die Stadt wolle das Museum nun mit neuen Konzepten erhalten und weiterentwickeln. Das Wahrzeichen präge "nicht nur das Bild der Stadt, sondern ist auch ein überregional bekanntes touristisches Ziel mit hoher Strahlkraft", sagte Bürgermeister Matthias Nerlich (CDU). Nach 40 Jahren sei es aber sicher nötig, das Konzept mit zeitgemäßen Angeboten zu modernisieren, sagte er im Dezember 2020.

Das 1980 gegründete Mühlenmuseum galt einst als ein überregionaler Besuchermagnet und zählte laut dem bisherigen Eigentümer Horst Wrobel zeitweise mehr als 250.000 Gäste jährlich. Schon 2015 berichtete er aber, dass nur noch etwa 60.000 Besucher im Jahr kämen. Auf dem Gelände können unter anderem 14 Wind- und Wassermühlen, eine russische Basilika sowie den Glockenpalast, der eine Glockengießerei beherbergt, besichtigen werden.

"Wir sind erleichtert und freuen uns sehr darüber, dass die Verhandlungen einen guten Abschluss gefunden haben", sagte Wrobel. Der 86-Jährige hat das Museum erbaut und war seither der Eigentümer der über 14 Hektar großen Anlage. Der Kauf soll zum Jahreswechsel erfolgen.

© dpa-infocom, dpa:210928-99-392530/2

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