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Niedersachsen & Bremen Städtetag kritisiert Entscheidung zu Medizinerausbildung

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Hannover (dpa/lni) - Die Kritik an der Streichung von 142 Millionen Euro, die das Land kommendes Jahr für einen geplanten Neubau der Unimedizin in Oldenburg zur Verfügung stellen wollte, reißt nicht ab. Am Mittwoch gab es auch Protest von der Spitze des Niedersächsischen Städtetages - vom Oberbürgermeister der Stadt Lüneburg, Ulrich Mädge (SPD), und vom Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter, Frank Klingebiel (CDU).

"Wenn Niedersachsen nicht national und international ins Hintertreffen geraten soll, benötigen wir eine schlüssige Hochschulstrategie für unser Land. Diese muss auch mit den entsprechenden Mitteln hinterlegt werden", kritisierte Mädge. Klingebiel ergänzte: "Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich, wenn das Land sich aus der finanziellen Verantwortung für die European Medical School herauszieht." Bereits im vergangenen Jahr habe es in Niedersachsen keine Exzellenzuniversitäten mehr gegeben.

Das Finanzministerium hatte zuletzt bestätigt, dass die Mittel für einen Neubau für die European Medical School nicht im Etatplan für 2021 enthalten seien. Ob der Neubau damit generell in Frage gestellt wird, ist offen.

Der Medizinstudiengang an der Universität Oldenburg wurde erst vor acht Jahren gegründet und hat deutlich weniger Studenten als die beiden traditionellen großen Medizin-Unistandorte in Niedersachsen, Göttingen und Hannover. Oldenburg kooperiert mit der Partner-Universität Groningen, beide Unis bieten in der gemeinsam betriebenen European Medical School eine grenzüberschreitende Medizinerausbildung an. Obligatorisch ist ein einjähriger Studienaufenthalt der Oldenburger Studierenden in Groningen.

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