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Niedersachsen & Bremen Stau-Hauptstadt: Pendler verlieren weniger Zeit

Fahrzeuge stehen im Stau. Foto: Stephan Jansen/dpa/Symbolbild

(Foto: Stephan Jansen/dpa/Symbolbild)

Hannover (dpa/lni) - Pendler in Hannover haben im Corona-Jahr 2020 spürbar weniger Zeit in Verkehrsstaus verloren als ein Jahr zuvor. Dennoch zählte die Landeshauptstadt zu den staureichsten Städten in Deutschland - und erreichte erneut die Top Ten. Wer in Hannover mit dem Auto zur Arbeit fuhr, musste im Durchschnitt mit einem Zeitverlust von 28 Stunden rechnen - nach 40 Stunden ein Jahr zuvor. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Analyse des Verkehrsdatenanbieters Inrix hervor. Autofahrer in München traf es der Analyse zufolge mit 65 Stunden nach wie vor am schlimmsten, dahinter folgten Berlin und Nürnberg.

Hannover erreichte bundesweit den siebten Platz in dem Ranking, kletterte damit um einen Platz. Bremen blieb wie im Vorjahr auf dem neunten Platz, dort verloren Pendler im vergangenen Jahr durchschnittlich 27 Stunden. 2019 waren es noch 37 Stunden. Die durchschnittliche tägliche Fahrleistung sank der Analyse zufolge angesichts der Pandemie in Hannover um 16 Prozent, in Bremen um 12 Prozent. Die Zahl der Unfälle gab in Hannover um 17 Prozent nach, in Bremen sogar um 19 Prozent.

"Das Coronavirus verändert die Art und Weise, wann, wo und wir uns bewegen", erklärte Bob Pishue, Verkehrsanalyst bei Inrix. "Die morgendlichen Pendlerströme in die Städte gingen weltweit zurück, da die Menschen ihre Fahrten zu Büros, Schulen, Einkaufszentren und anderen öffentlichen Orten reduzierten." Inrix verkauft Verkehrsanalysen und Dienstleistungen für vernetzte Autos an Verwaltungen und Unternehmen. Je größer die Stauprobleme erscheinen, desto besser sind seine Geschäftsaussichten.

© dpa-infocom, dpa:210309-99-744090/2

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